Ostbahnhof ist für S-Bahnen wieder frei – noch immer herrscht Chaos

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Bei dem Anschlag in der Tokioter U-Bahn 1995 starben 13 Menschen, 6000 wurden verletzt. 

Ihm droht die Todesstrafe

Prozess gegen letztes flüchtiges Mitglied der Aum-Sekte

Tokio - Fast zwei Jahrzehnte nach dem tödlichen Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn hat in Japan der Prozess gegen das letzte flüchtige Mitglied der Aum-Sekte begonnen.

Der 56-jährige Katsuya Takahashi beteuerte am Freitag vor Gericht seine Unschuld. Er habe nicht gewusst, dass es sich bei dem in der U-Bahn freigesetzten Stoff um das Nervengift Sarin gehandelt habe, sagte er. "Ich habe nicht vorgehabt, Menschen zu töten".

Die Attentäter hatten am 20. März 1995 mitten im Berufsverkehr Sarin in der Tokioter U-Bahn freigesetzt. 13 Menschen wurden getötet und mehr als 6000 weitere verletzt. Es war einer der verheerendsten Anschläge in Nachkriegs-Japan.

Takahashi war im Juni 2012 nach mehr als 17 Jahren auf der Flucht gefasst worden. Sein Name hatte als letzter auf der Aum-Fahndungsliste gestanden. Er soll einer der Leibwächter von Sektenchef Shoko Asahara gewesen sein und den Attentätern als Fahrer gedient haben.

Takahashi ist außerdem angeklagt, 1995 zusammen mit anderen Sekten-Mitgliedern einen Sprengstoffanschlag auf den damaligen Gouverneur von Tokio verübt zu haben, bei dem ein Regierungsmitarbeiter verletzt wurde. Bislang wurde 192 Aum-Mitgliedern der Prozess gemacht.

Sektenchef Asahara und zwölf weitere Männer wurden zum Tode verurteilt, bisher aber nicht hingerichtet. Mehrere von ihnen sollen im Prozess gegen Takahashi als Zeugen befragt werden. Takahashi droht im Falle einer Verurteilung ebenfalls die Todesstrafe. Mit einem Urteil wird Ende April gerechnet.

AFP 

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