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Das Feuer in der Textilfabrik kostete 111 Menschen das Leben. 

Drei Jahre später

Prozess nach schwerem Fabrikbrand in Bangladesch

Dhaka - Knapp drei Jahre nach einem verheerenden Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch müssen sich die beiden Eigentümer ab dem 1. Oktober vor Gericht verantworten.

Delwar Hossain, seine Frau Mahmuda Akter sowie elf weitere Mitverantwortliche seien der fahrlässigen Tötung angeklagt, teilte Staatsanwalt Khandakar Abdul Mannan am Donnerstag nach der Anhörung vor einem Gericht in Dhaka mit. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft. An der Anhörung nahmen acht Angeklagte teil, fünf sind weiter auf der Flucht.

Heftige Vorwürfe

Bei dem Brand im November 2012 in der Fabrik Tazreen am Stadtrand von Dhaka waren 111 Menschen umgekommen, hauptsächlich Textilarbeiterinnen. Die Fabrik produzierte Kleidung für westliche Firmen, unter anderem für die Bekleidungskette C&A, die US-Supermarktkette Walmart und eine Marke des US-Rappers Sean "Diddy" Combs. Überlebende berichteten, dass Manager und Wachleute die Frauen an die Arbeit in die oberen Stockwerke zurückschickten, obwohl bereits dichter Rauch aus dem Erdgeschoss aufstieg. Viele starben an Rauchvergiftung oder sprangen in ihrer Verzweiflung aus dem Fenster.

Weiteres Unglück in Bangladesch

Nur fünf Monate nach dem Tazreen-Brand ereignete sich in einer anderen Textilfabrik nahe Dhaka das schlimmste Industrieunglück in der Geschichte Bangladeschs: Im April 2013 stürzte das Fabrikgebäude Rana Plaza ein, mehr als 1100 Menschen wurden getötet. Durch die Tragödie waren die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter in dem südasiatischen Land auch im Ausland stark in die Kritik geraten. Sie führte dazu, dass die Kontrollen der Fabrikgebäude verstärkt und die Löhne angehoben wurden. 41 mutmaßliche Verantwortliche wurden inzwischen wegen Mordes angeklagt, darunter der Besitzer des Gebäudes und die Eigentümer von sieben Fabriken.

AFP

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