Prozess um tödliches Wett-Trinken in Berlin

Berlin - Nach dem tödlichen Wett-Trinken eines 16-jährigen Schülers mit dem Wirt eines Berliner Lokals wird der Fall heute vor Gericht verhandelt. Drei Angeklagte im Alter von 17 bis 21 Jahren müssen sich vor einer Jugendkammer des Landgerichts Berlin wegen Körperverletzung verantworten.

Sie sollen mindestens 45 Tequila eingeschenkt oder serviert haben. Der vierte Angeklagte steht wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor Gericht, weil er den Überblick über die Trinkmenge gehabt haben soll. Der Gymnasiast war nach dem Wett-Trinken ins Koma gefallen und vier Wochen später gestorben.

Der Inhaber des inzwischen geschlossenen Lokals sitzt seit Sommer in Untersuchungshaft. Der 26-Jährige soll zunächst nur Wasser getrunken haben. In Berlin wurden innerhalb eines dreiviertel Jahres mehr als 600 Kinder und Jugendliche betrunken aufgefunden. Die Polizei hatte im April 2007 mit der Zählung solcher Fälle begonnen.

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