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Das Kölner Land- und Amtsgericht.

Keiner Schuld bewusst

Angeklagter weist Misshandlungsvorwürfe zurück

Köln - Im Prozess um einen Mann aus Bedburg, der seine Ex-Freundin wochenlang eingesperrt, gefoltert und vergewaltigt haben soll, hat der Angeklagte die Vorwürfe bestritten.

Er soll seine Ex-Freundin wochenlang eingesperrt, gefoltert und vergewaltigt haben - im Prozess hat der Angeklagte aus dem rheinischen Bedburg sämtliche Vorwürfe bestritten. Vor dem Kölner Landgericht sagte der 47-Jährige am Donnerstag, dass er seine Ex-Freundin zufällig in einem Park in der Nähe seines Hauses getroffen habe. Daraufhin hätten sie in seiner Wohnung gemeinsam gegessen und getrunken und auch die Nacht miteinander verbracht. Am nächsten Tag habe sie versucht, seinen Sohn zu bestehlen, sagte der Angeklagte weiter. Daraufhin sei er ausgerastet, habe sie geschlagen und halb bekleidet samt ihren Habseligkeiten hinausgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine Ex-Freundin von Ende Juli bis Anfang September 2013 in seiner Wohnung und im Keller eingesperrt zu haben. In den eineinhalb Monaten soll er seiner Ex-Partnerin mit dem Tod gedroht und sie gezwungen haben, nackt für ihn zu kochen und zu putzen. Außerdem soll er sie mehrmals täglich vergewaltigt haben.

Der Angeklagte weist die Vorwürfe seiner Ex-Partnerin zurück. Er sagte aus, seine Ex-Freundin nach der Trennung Ende 2007 erst Anfang September 2013 wiedergesehen zu haben. Die mehrmonatige Beziehung schilderte der Mann als schwierig, unter anderem soll seine Ex-Freundin zu Beginn mit einem anderen Mann liiert gewesen sein.

Laut Aussage des 47-Jährigen habe er in der Zeit des Tatvorwurfs an schweren Schwindelanfällen sowie Rückenproblemen gelitten, sodass er das Haus kaum habe verlassen können. Er leide seit vielen Jahren an Depressionen und habe sich immer wieder in psychotherapeutischer Behandlung befunden.

Der Prozess ist bis Februar 2015 terminiert. Es sind zahlreiche Zeugen geladen, unter anderem Besucher und Nachbarn des Angeklagten.

dpa

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