1860 trauert um „Atom-Otto“

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Im nordrhein-westfälischen Medebach steht eine 28-jährige Jugendamtsmitarbeiter (l) vor Gericht. Ihr wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Foto: Bernd Thissen

Vorwurf fahrlässige Tötung

Prozess um verhungerten Jungen: Urteil erwartet

Medebach (dpa) - Im Prozess um einen verhungerten Jungen im sauerländischen Medebach wird heute (09.30 Uhr) das Urteil gegen die angeklagte Mitarbeiterin des Jugendamtes erwartet. Ihr wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Der zweijährige Anakin war vor drei Jahren aufgrund extremer Unterversorgung gestorben. Seine neun Monate alte Schwester konnte von Ärzten gerettet werden.

Im Prozess vor dem Amtsgericht Medebach geht es darum, ob sich die Jugendamts-Mitarbeiterin ausreichend um die Familie gekümmert hat. Vor den Plädoyers und der Urteilsverkündung werden noch zwei Zeugen gehört, ein gesetzlicher Vertreter des Mädchens und ihre heutige Pflegemutter. Sie sollen über die Entwicklung des Mädchens berichten.

Die neunfache Mutter muss sich in einem weiteren Verfahren noch vor dem Landgericht Arnsberg verantworten.

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