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Heimlich verschwand der Mann während seiner Arbeitszeit immer wieder stundenlang im Toilettenhäuschen.

Geld fürs Nickerchen

Dieser Putzmann verdiente 200.000 Euro im Schlaf

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San Francisco - Mit etlichen Nickerchen erschummelte sich ein Putzmann im Jahr 2015 einen Zusatzverdienst von über 200.000 Euro. Seine Firma verteidigt ihn.

Während der Arbeit schlafen und damit ein Vermögen verdienen: Was wie ein Märchen klingt, das zu schön ist, um wahr zu sein, wurde für einen Putzmann Wirklichkeit. Wie die Daily Mail berichtet, verdient er bei der Powell-U-Bahn-Station in San Francisco jährlich normalerweise umgerechnet etwa 54.300 Euro. Im Jahr 2015 jedoch belief sich sein tatsächliches Gehalt allerdings auf knapp 254.000 Euro, wieTransparent California nachwies. Auf der Website werden regelmäßig die Gehälter aller öffentlicher Service-Mitarbeiter in San Francisco abgeglichen.

Der Mann hatte im Jahr 2015 so viele Überstunden angehäuft, dass er einen Zusatzverdienst von etwa 152.000 Euro machte, diverse weitere Zuschüsse brachten ihn schließlich auf eine absolute Rekordsumme. Unter anderem erhielt er Überstunden-Lohn für insgesamt 18 Tage, an denen er bis zu 17 Stunden gearbeitet hatte. So war es zumindest auf seiner Zeitkarte gespeichert.

Fiese Schummel-Methoden

Doch wie dieDaily Mail berichtet, verbrachte der Mann nicht die komplette Zeit wirklich mit Arbeit. Der regionale Fernsehsender KTVU, der auf den außergewöhnlichen Verdienst des Putzmannes aufmerksam geworden war, wies mit Aufnahmen aus den Überwachungskameras der U-Bahn-Station nach, dass er gelegentlich während der Arbeit in einer Toilette verschwand und teilweise bis zu 90 Minuten dort drin blieb - offensichtlich nutzte er die Zeit für ein kleines Nickerchen.

Weiterhin gab der Mann seine Stundenkarte über einen Zeitraum von zwei Monaten hinweg täglich dreimal im Zähl-Automat ein, um sich so die dreifache Stundenzahl anrechnen zu lassen.

Die Firma BART, für die der Mann arbeitet, wunderte sich nie über die ungewöhnlich hohen Summen, die sie dem Mann für seine Überstunden und Zusatz-Arbeit ausbezahlen musste und blieb auch bei den Vorwürfen durch KTVU vornehmlich gelassen.

Firma besteht auf gute Arbeit

Der Transport-Chef des San-Francisco-Bahn-Unternehmens BART, Roy Aguilera, gab auf Nachfrage von KTVU an, dass in der U-Bahn-Station sehr viele Obdachlose, Drogenabhängige und andere Personengruppen verkehrten, sodass es häufig normal sei, dass man Überstunden machen müsse, um die Station in annehmbaren Zustand zu halten.

Eine weitere Sprecherin von BART sagte, dass es nie einen Grund gegeben habe, an der Zuverlässigkeit des Mannes zu zweifeln. Auch weitere 49 Mitarbeiter der Firma, die über 100.000 Euro im Jahr 2015 verdienten, wurden nicht weiter geprüft. 

Die BART-Sprecherin erklärte weiter, dass man die Menge an Überstunden, die eine Person leisten dürfe, nun auf ein Maximum festgesetzt habe, wodurch es nun nicht mehr zu solch hohen Auszahlungs-Summen bei Überstunden kommen könne. Für den Mann hatte der ganze Vorfall letztendlich keine weiteren Folgen. BART bestand darauf, dass er ein guter und zufriedenstellender Mitarbeiter sei. Auch im Jahr 2016 soll er wieder über 200.000 Euro verdient haben.

Der Mann ist nicht der einzige Arbeiter, der sich mit dubiosen Methoden einige Euro dazuverdient. Erst kürzlich machte ein Mann Schlagzeilen, der sich mit Hilfe einer einzigen Pfandflasche 45.000 Euro Leergut erschummelt hatte.

kah

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