Radioaktivität in Deutschland noch nicht messbar

Freiburg - Nach der Atomkatastrophe in Japan hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland und Europa noch keine erhöhte Werte an Radioaktivität gemessen.

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Der Präsident des BfS, Wolfram König, sagte am Mittwoch auf der internationalen Messstation für atmosphärische Radioaktivität Schauinsland bei Freiburg: “Nach jetzigem Kenntnisstand sind aufgrund der weiten Entfernung zu Japan nur sehr geringe Belastungen im Spurenbereich für Deutschland zu erwarten.“

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Das BfS gehe derzeit jedoch davon aus, in den nächsten Tagen und Wochen erhöhte Radioaktivität zu messen, auch wenn dabei keinerlei gesundheitlich bedenkliche Werte zu erwarten seien. “Viel wichtiger ist es jetzt, den Menschen vor Ort zu helfen“, sagte König.

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Die Spurenmessstelle Schauinsland überwacht mit hochempfindlichen Systemen kontinuierlich die Radioaktivität in der Luft und misst selbst feinste Konzentrationen. Seit 1957 werden auf dem Schauinsland Messungen zur Überwachung der natürlichen Radioaktivität durchgeführt. Das BfS betreibt die Station seit 1989. Es ist den Angaben zufolge die einzige Station ihrer Art in Mitteleuropa und offiziell eine von 80 Messstationen für Radioaktivität weltweit, die die Einhaltung des Kernwaffenteststoppvertrags überwachen. Etwa 30 Experten des BfS arbeiten in Freiburg.

Nach dem starken Erdbeben und dem anschließenden Tsunami am vergangenen Freitag war es im japanischen Atomkraftwerk Fukushima zu einem schweren Atomunfall gekommen. In mehreren Reaktorblöcken ereigneten sich Explosionen und Brände, bei denen Radioaktivität freigesetzt wurde.

dapd

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