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Forscher am Rand eines der sieben mysteriösen Riesenkrater im hohen Norden Russlands.

Waren's die Aliens?

Rätsel um russische Riesenkrater gelöst

Moskau - Sieben in einem entlegenen Gebiet in Sibirien entdeckte Riesenkrater haben Forscher rätseln lassen. Entstanden sie durch Meteoriten oder gar Außerirdische? Die Lösung wurde jetzt gefunden.

Im Juli vergangenen Jahres hatte sich ein Youtube-Video eines gewaltigen Kraters in Sibirien rasant verbreitet und Anlass zu allerlei Spekulationen über die Entstehung des Riesenlochs gegeben. Daraufhin wurden Wissenschaftler zu dem Krater geschickt.

In Jamalo-Nenezki, einer energiereichen Region im Nordwesten Sibiriens, seien mittlerweile bereits sieben solcher Reisenkrater identifiziert worden, sagte der Vize-Chef des Öl- und Gas-Forschungsinstituts der Russischen Akademie der Wissenschaften, Wasili Bogojawlenski, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Tatsächlich gebe es aber vermutlich "zahlreiche mehr". Mindestens einer von ihnen befindet sich in der Nähe eines Gasfeldes.

Entstanden seien die Löcher wahrscheinlich durch das Abschmelzen von unterirdischem Permafrost infolge des Klimawandels. "Das Phänomen ähnelt einem Vulkanausbruch", schilderte Bogojawlenski. Wenn das Eis in den Permafrostböden schmelze, werde Methangas freigesetzt. Dies führe zu einem Druckanstieg, bis sich eine Explosion ereigne, die einen Krater in die Erde reiße, führte der Wissenschaftler seine These aus. Das Auftauen des Permafrosts werde wahrscheinlich durch die Klimaerwärmung beschleunigt.

Die Wissenschaftler um Bogojawlenski gehen nun der Frage nach, welche Gefahren von diesem Phänomen ausgehen. Zur Erforschung der Krater haben die Wissenschaftler nicht viel Zeit. Schließlich füllten sich die Krater nach und nach mit Wasser. "Im Zeitraum von zwei oder drei Jahren werden aus ihnen Seen und es ist dann schwierig, sie zu erforschen", sagte Bogojawlenski. Nach seiner Einschätzung könnten sich manche der Krater schon vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten gebildet haben, ohne dass dies in der entlegenen Region, die von ihren Bewohnern auch das "Ende der Welt" genannt wird, bemerkt wurde.

afp

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