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Die Rakete mit den drei Raumfahrern an Bord bei ihrem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur

Ungewöhnlicher Talismann an Bord

Drei Raumfahrer nach "Expressflug" in ISS

Baikonur - In nur sechs Stunden haben drei Raumfahrer und ein Plüschtier die Raumstation ISS erreicht. Es war der dritte sogenannte "Expressflug" ins All. Die Astronauten haben eine ganz besondere Mission.

Drei Männer und ein Plüschtier haben mit einem störungsfreien „Expressflug“ in einer Sojus-Kapsel die Internationale Raumstation ISS erreicht. Nur sechs Stunden nach ihrem spektakulären Nachtstart in Kasachstan koppelten die russischen Kosmonauten Oleg Kotow und Sergej Rjasanski sowie der US-Astronaut Michael Hopkins am Außenposten der Menschheit an, wie die Flugleitzentrale bei Moskau der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag mitteilte. Als Glücksbringer nahmen die Männer eine schwarze Plüschkatze namens „Dimler“ zu ihrem neuen Arbeitsplatz in etwa 410 Kilometer Höhe mit.

Während ihres fünfmonatigen Aufenthalts im Kosmos wollen Rjasanski und Kotow bei einem Außeneinsatz am 9. November erstmals in der Geschichte auch eine elektrisch leuchtende Olympia-Fackel ins All tragen. Es ist eine Hommage der beiden Russen an die Winterspiele in ihrer Heimat im Februar 2014 im Schwarzmeer-Kurort Sotschi. „Wir werden ein Foto mit der Raumstation und der Erde im Hintergrund machen und versuchen, dass man darauf Russland erkennt“, sagte Kotow.

Für Rjasanski ist es der erste Flug zu den Sternen. Er hatte 2009 mit dem Bundeswehrsoldaten Oliver Knickel am Isolationsexperiment Mars-500 in Moskau teilgenommen, als die Männer 105 Tage in einem nachgebauten Raumschiff einen Flug zum Roten Planeten simulierten. „Sergej trainiert seit zehn Jahren für diesen Flug und wollte schon als Kind Kosmonaut werden. Für ihn geht ein absoluter Traum in Erfüllung“, sagte Knickel der Deutschen Presse-Agentur. Rjasanskis Großvater Michail war Chefkonstrukteur der sowjetischen Raumfahrt.

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Es war erst der dritte „Expressflug“ einer bemannten Sojus vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS - möglich macht dies eine neue Navigationstechnik, die nur vier Erdumrundungen erfordert. Früher dauerte die Reise von der Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien fast zwei Tage. Auf der ISS arbeiten bereits eine US-Amerikanerin, ein Italiener und ein Russe. Mit Kotow, Rjasanski und Hopkins erhält die Besatzung nun wieder ihre Sollstärke von sechs Mitgliedern. Den drei Männern steht ein Forschungsprogramm mit rund 100 Experimenten bevor.

Um der Sojus nicht in die Quere zu kommen, war das Andocken des privaten US-Transporters „Cygnus“ an die ISS bis mindestens Samstag verschoben worden. Erstmals in der fast 15-jährigen Geschichte des Orbitalkomplexes waren zwei Gefährte zur gleichen Zeit im Anflug. Die unbemannte „Cygnus“ hat rund 600 Kilogramm Ausrüstung an Bord.

dpa

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