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Der Neumond am Himmel markiert den Beginn des Fastenmonat Ramadan. In einige islamischen Ländern beginnt der Ramadan erst, wenn Religionsgelehrte tatsächlich die "Geburt des neuen Mondes" mit dem Auge gesichtet haben.

Die wichtigsten Infos

Ramadan 2017: Wann beginnt und endet der Fastenmonat

Der Fastenmonat Ramadan 2017 steht kurz bevor. Vier Wochen lang dürfen Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang weder Essen noch Trinken. Auch in Bayern halten sich Gläubige an die Regeln.

Auf der ganzen Welt fasten gläubige Muslime im Ramadan. Essen oder trinken sind im Fastenmonat tagsüber tabu, auch Rauchen und Sex. Erst nach Sonnenuntergang darf das Fasten gebrochen werden. Datteln mit Wasser oder Milch werden als erste Speise zum "Iftar" - Fastenbrechen gereicht.

Wann beginnt der Ramadan 2017?

Der Ramadan fällt jedes Jahr in eine andere Zeit. Dieses Jahr beginnt die Fastenzeit für Muslime in Deutschland am 27. Mai 2017 und endet am 24. Juni. Darauf folgt das dreitägige Fastenbrechfest.

Die wichtigsten Regeln im Ramadan

  • Muslime sollen im Ramadan fasten, mehr beten und für wohltätige Zwecke spenden.
  • Von der Fastenpflicht sind Reisende, Kinder, Altersschwache, Kranke und Schwangere befreit.
  • Menschen mit einer anstrengenden Arbeit müssen während des Ramadan nicht fasten.
  • Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang ist Essen und Trinken komplett untersagt (von ungefähr 5 Uhr bis 21 Uhr).
  • Rauchen ist tagsüber verboten.
  • Sex ist verboten. Ehepaare dürfen sich aber umarmen oder küssen.

Wann beginnt und endet der heilige Fastenmonat Ramadan 2017 in Deutschland?

Die Frage nach dem exakten Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan sorgt selbst bei Gläubigen immer wieder für Verwirrungen.

Im Islam richtet sich die Zeitrechnung nach dem Mondkalender. Die Fastenzeit beginnt im Monat Ramadan. So heißt der  neunte Monat im islamischen Mondjahr

Beginn eines Mondmonats ist der Neumond. Ist die erste Sichel des neuen Mondes am Himmel zu sehen, beginnt so traditionell auch der Ramadan. Das Datum wird deshalb häufig auch als "Geburt des neuen Mondes" bezeichnet.

Doch wegen des Mondzyklus verschiebt sich jedes Jahr der Fastenmonat um 10 oder 11 Tage pro Jahr und durchschreitet allmählich alle Jahreszeiten.

Der Fastenmonat Ramadan gilt im Islam als ein Monat, in dem Gott zum Menschen spricht. Gefastet wird jeden Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Eine zentrale Rolle spielen außerdem die Gebete am Morgen und am Abend.

Daneben können Beginn und Ende des Ramadan in den verschiedenen arabischen Ländern um einen Tag variieren. Schon aufgrund der geographischen Lage sind Abweichungen von einem oder sogar zwei Tagen möglich. Es macht auch einen Unterschied, ob der Neumond mittels traditioneller Himmelsbeobachtung per Auge gesichtet oder durch astronomische Berechnungen festgelegt wird.

In Deutschland richten sich Beginn und Ende des Fastenmonats seit 2008 nach exakt astronomischen Berechnungen, so der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD). Der erste Tag des Ramadan ist hierzulande dieses Jahr der 27. Mai 2017.
Nach einem Monat endet der Ramadan traditionell mit dem Fastenbrechfest. Das Fest (Id Al-Fitr) dauert drei Tage und ist eines der wichtigsten Feiertage. Für deutsche Muslime ist der 24. Juni 2017 der letzte Fastentag im Ramadan. Dann beginnt das dreitägige Fastenbrechfest.

Ramadan 2017: Die wichtigsten Infos 

  • Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender.
  • Der Ramadan erinnert an die Zeit, als der heilige Koran durch den Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed offenbart wurde.
  • Das Fasten im Monat Ramadan stellt eine der fünf Säulen des Islam dar. Sie gehört zu den Hauptpflichten, die ein Muslim als Gottesdienst durchführt. 
  • Das Fastenbrechfest (Id al-Fitr) und das Opferfest sind die eigentlichen Feste im Islam.
  • Die Fastenzeit im Monat Ramadan beginnt täglich mit der Morgendämmerung und endet beim Sonnenuntergang mit dem Beginn des Maghrib-Gebetes.
  • Gläubige Muslime verzichten während der Fastenzeit auf Trinken, Essen und Rauchen. Geschlechtsverkehr ist ausdrücklich verboten. Ehepaare dürfen sich aber umarmen oder küssen.
  • Von der Fastenpflicht ausgeschlossen sind Reisende, Schwangere, stillende Mütter, Kinder, Kranke und Alte.

Mehr Infos zu islamischen Festen und Anlässen finden Sie unter www.islam.de.

Wie lange dauert das Fasten an Ramadan?

Da sich der islamische Kalender nach dem Mond richtet, kann der Ramadan mal 29 oder 30 Tage lang sein. Der Fastenmonat Ramadan 2017 dauert 29 Tage.

Fasten - Zeichen der Buße und Besinnung

Der Brauch des Fastens ist Jahrtausende alt. Bei den Christen gilt die Fastenzeit als Vorbereitung auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und endet mit der Osternacht. In der Bibel ist das Fasten ein Zeichen der Buße, Trauer und inneren Reinigung.

Das Konzil von Nicäa im Jahr 325 schrieb vor Ostern ein vorangehendes 40-tägiges Fasten vor - die Zeit, die Jesus in der Wüste verbrachte. Eigentlich vergehen von Aschermittwoch bis Ostern mehr als 40 Tage - doch werden Sonntage nicht mitgerechnet.

Ramadan 2017: Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

Das Fasten beginnt in der Morgendämmerung, ab dem Frühlicht, vor dem sogenannten Fajr-Gebet und endet mit dem Sonnenuntergang, dem Beginn des Maghrib-Gebetes.

Traditionell wird das tägliche Fasten im Ramadan nach dem Abendgebet mit dem Iftar, einem festlichen Abendessen, gebrochen. 

Bei Sonnenuntergang versammelt sich meist die ganze Familie zum Mahl des Fastenbrechens (Iftar). Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte schon einem Iftar-Empfang in Berlin teilgenommen.

Hier die Zeiten für den Ramadan 2017 in München


Ramadan 2017

Sonnenaufgang

in München

Uhrzeit

Sonnenuntergang

in München

Uhrzeit

1.

27. Mai 2017

Samstag

05.20

21.01

2.

28. Mai 2017

Sonntag

05.19

21.02 

3.

29. Mai 2017

Montag

05.19

 21.03

4.

30. Mai 2017

Dienstag

05.18

 21.04

5.

31. Mai 2017

Mittwoch

05.17

21.05

6.

1. Juni 2017

Donnerstag

05.17

21.06 

7.

2. Juni 2017

Freitag

05.16

21.06

8.

3. Juni 2017

Samstag

05.16

21.07

9.

4. Juni 2017

Sonntag

05.15

21.08

10.

5. Juni 2017

Montag

05.15

21.09

11.

6. Juni 2017

Dienstag

05.14

21.10

12.

7. Juni 2017

Mittwoch

05.14

21.11

13.

8. Juni 2017

Donnerstag

05.13

21.11

14.

9. Juni 2017

Freitag

05.13

21.12

15.

10. Juni 2017

Samstag

05.13

21.13

16.

11. Juni 2017

Sonntag

05.13

21.13

17.

12. Juni 2017

Montag

05.12

21.14

18.

13. Juni 2017

Dienstag

05.12

21.14

19.

14. Juni 2017

Mittwoch

05.12

21.15

20.

15. Juni 2017

Donnerstag

05.12

 21.15

21.

16. Juni 2017

Freitag

05.12

21.16

22.

17. Juni 2017

Samstag

05.12

21.16

23.

18. Juni 2017

Sonntag

05.12

21.16

24.

19. Juni 2017

Montag

05.13

21.17

25.

20. Juni 2017

Dienstag

05.13

21.17

26.

21. Juni 2017

Mittwoch

05.13

21.17

27.

22. Juni 2017

Donnerstag

05.13

21.17

28.

23. Juni 2017

Freitag

05.14

21.18

29.

24. Juni 2017

Samstag

05.14

21.18

Fest des Fastenbrechens 2017

Das Ende des Ramadan ist ein wichtigsten muslimischen Feiertage: das Fastenbrechfest Id al-Fitr. Das dreitägige Fest beginnt in Deutschland am 25. Juni und dauert bis zum 27. Juni 2017.

Warum wird das Fastenbrechfest "Zuckerfest" genannt? 

Das dreitägige Fastenbrechfest steht ganz im Zeichen der Familie. In diesen Tagen gibt es Besuche in der Verwandtschaft. Auch Kinder freuen sich auf den Id, wie hierzulande Kinder auf Weihnachten, denn es gibt Geschenke und - wie gesagt - viele Sachen zum Naschen.

Und weil es viele Süßigkeiten gibt, wird das dreitägige Fest auch "Zuckerfest" genannt. An diesem Tag beglückwünschen sich Muslime mit "Alles Gute zum Id", verschicken SMS oder Postkarten.

Daneben wird das Fastenbrechfest auch Ramadanfest, Arabisch „Idul Fitr“ oder Türkisch „Ramazan Bayramı“ genannt.

Ramadan-Festgebet im BR

Bayerische Rundfunk hatte 2015 das Festgebet zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan morgens live aus der Moschee in Penzberg übertragen. Die Zeremonie mit Imam Benjamin Idriz wurde größtenteils auf Deutsch in der Islamischen Gemeinde Penzberg vollzogen.

Um den interkulturellen Austausch zu stärken, hat das Bayerische Fernsehen bei einer Sendung zum Ramadan einen Halbmond eingeblendet - und damit Proteste auf sich gezogen. Das Ramadan-Logo wurde danach wieder aus dem Programm gestrichen.

Dieses Jahr plant der Bayerische Rundfunk keinen eigenen Programmschwerpunkt zum Thema Ramadan 2017, wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Onlineredaktion mitteilte.

Müssen Fußball-Profis im Ramadan fasten?   

Für gläubige Muslime ist das Fasten im Ramadan eine religiöse Pflicht, er gehört zu den fünf Säulen des Islam. Muslimische Profi-Spieler müssen, laut Pressemitteilung des Deutschen Fußball Verbands (DFB), selbst entscheiden, ob sie während dieser Zeit fasten.

Über das Thema Fußball und Fasten haben sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland und der DFB schon zur WM 2014 in Braslien Gedanken gemacht. Das Fastenbrechen für Profisportler sei erlaubt, so eine DFB-Miteilung. Nationalspieler Mesut Özil ist es demnach bei intensiven Trainingseinheiten und Spielen unmöglich zu fasten, wenn das Wetter im Sommer warm ist.

Dieses Jahr steht weder eine Weltmeisterschaft noch eine Europameisterschaft an. Allerdings fällt das Champions League Finale in die Fastenzeit. Am Samstag 3. Juni wird das Spiel in Cardiff um 20.45 Uhr angepfiffen. 

Islamische Feiertage -  Ramadan 2017

  • Der Ramadan 2017 beginnt am 27. Mai 2017.
  • Das Fastenbrechfest Id al-Fitr: 25. bis 27. Juni 2017.
  • Das Opferfest: 1. bis 4. September 2017.

Das Opferfest Eid al-Adha gilt zusammen mit dem Fastenbrechen Id al-Fitr nach dem Ramadan als die wichtigste islamische Feier. Mit dem Fest erinnern Gläubige an die Bereitschaft Ibrahims (Abrahams), einen Sohn zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen.

In Deutschland beginnt das Opferfest 2017 laut Koordinierungsrat der Muslime am 1. September und dauert bis zum 4. September.

Ramadan 2018

  • Ramadan: 16. Mai 2018.
  • Das Fastenbrechfest: 15. bis 17. Juni 2018.
  • Das Opferfest: 21. bis 24. August 2018.

Ramadan 2019

  • Ramadan: 6. Mai 2019.
  • Das Fastenbrechfest: 5. bis 7. Juni 2019.
  • Das Opferfest: 11. bis 14. August 2019.

Das Gebet am Freitag

Gläubige Muslime beten fünfmal am Tag - bei der Arbeit, zu Hause oder in der Moschee. In islamischen Ländern erinnert der Muezzin (Gebetsrufer) an die Zeiten fürs Gebet. Besonders wichtig ist das Gebet am Freitag. Dieser Tag ist der Höhepunkt der Woche wie für die Christen der Sonntag.

Die fünf Säulen des Islam

Das Fasten gehört zu den fünf Grundpflichten, den sogenannten Säulen des Islam, die im Koran verankert sind. Diese fünf Säulen sind:

  • Das Ablegen des Glaubenbekenntnisses, der Schahada
  • Das Verrichten der fünf täglichen Gebete
  • Das Fasten (Sijam) während des gesamten Fastenmonats Ramadan.
  • Das Entrichten der Almosen-Steuer (Zakat).
  • Die Pilgerfahrt (Hadsch) zur Kaaba in Mekka einmal im Leben, sofern man dazu in der Lage ist.

mm

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