+
Beschädigte Fahrzeuge nach einem Brandanschlag in der Flottwellstraße in Berlin. Foto: Jörg Carstensen

Randalierer demolieren 28 Autos in Berlin-Kreuzberg

Ein vermummter Mob radelt durch Berlin und zündet Autos an. Was wollen die Linksautonomen?

Berlin (dpa) - Eine große Gruppe maskierter Randalierer hat in Berlin-Kreuzberg 28 Autos demoliert und teils in Brand gesetzt. Anwohner berichteten von 20 bis 40 Angreifern auf Fahrrädern, wie die Polizei mitteilte. Die Täter zündeten in der Nacht zwei Warnbaken und vier Autos an.

Weitere 24 Wagen beschädigten sie, indem sie etwa die Scheiben einschlugen. Auch Fenster von Geschäften und Wohnhäusern wurden demoliert. Die Autos seien höherwertige Modelle gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. In der Straße waren vor kurzem Neubauwohnungen entstanden.

Als die Polizei eintraf, waren die Randalierer schon in einem Park verschwunden. Die Feuerwehr löschte die Brände. Die Höhe des entstandenen Schadens war zunächst unbekannt. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt.

In einem Bekennerschreiben auf einer von Linken und Autonomen genutzten Webseite war von einem "sozialdemokratischen Volksfahrräderkommando" die Rede, das die fragliche Straße besucht und "dort Luxuskarren entglast und warm verschrottet" habe.

In Berlin gibt es immer wieder Aktionen mutmaßlicher Linksautonomer gegen vermeintliche "Luxussanierungen" von Wohngebieten. Heute wollen linke und linksradikale Gruppen in dem an Kreuzberg grenzenden Stadtteil Friedrichshain gegen Personenkontrollen und Hausdurchsuchungen der Polizei auf die Straße gehen. Zu einem möglichen Zusammenhang mit der Randale in Kreuzberg wollte sich die Polizei nicht äußern.

Polizeimeldung

"Bekennerschreiben"

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mord aus Heimtücke: 89-Jähriger bekommt Lebenslang
Chemnitz - Keine Milde wegen des Alters: Ein 89-Jähriger muss lebenslang hinter Gitter. Das Landgericht Chemnitz verurteilt den Rentner wegen Mordes an seiner ehemaligen …
Mord aus Heimtücke: 89-Jähriger bekommt Lebenslang
Busfahrer setzt Kinder bei Minusgraden an der Straße aus
Schönborn - Bei Minusgraden hat ein Busfahrer etwa 20 Schulkinder ohne weitere Informationen an der Straße ausgesetzt. Eltern reagieren nun empört.
Busfahrer setzt Kinder bei Minusgraden an der Straße aus
Biberach wehrt sich gegen Berliner Schwabenhass
Biberach/Berlin (dpa) - Mit der Internet-Kampagne "Vom großen B zum kleinen B" reagiert die baden-württembergische Stadt Biberach an der Riß auf Anti-Schwaben-Sprüche in …
Biberach wehrt sich gegen Berliner Schwabenhass
Blutfette wohl doch nicht Ursache für Arterienverkalkung
Nach Überzeugung von Axel Haverich sind erhöhte Blutfettwerte nicht der Hauptrisiko-Faktor für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Der Leiter der Herzklinik an der …
Blutfette wohl doch nicht Ursache für Arterienverkalkung

Kommentare