Rangun: Tote nach Brand und Explosionen

Rangun - Ein Feuer und mehrere Explosionen in der birmanischen Metropole Rangun haben mindestens 16 Menschen das Leben gekostet. Über 100 Menschen wurden außerdem verletzt.

Die Explosionen ereigneten sich am Donnerstag vor Tagesanbruch, während Feuerwehrleute versuchten, einen Brand in einem staatlichen Lagerhaus zu löschen. Die Flammen griffen auf weitere Lagerhäuser und umliegende Wohngebäude über. 108 Verletzte und 16 Tote seien in die Notaufnahme des allgemeinen Krankenhauses von Rangun gebracht worden, sagte eine Krankenschwester. Mindestens drei der Toten seien Feuerwehrleute. “Viele der Toten wurden von Trümmern der zerbrochenen Wände und von Steinen getroffen, die von der Explosion auf die Straße geschleudert wurden“, sagte Maung Win, ein 45 Jahre alter Anwohner der Nachrichtenagentur AP. Die Explosionen brachten mehrere Gebäude zum Einsturz, darunter auch ein buddhistisches Kloster in der Nähe der Lagerhäuser im Osten der Stadt. Die Fenster der umliegenden Gebäude seien bei der Explosion zersprungen, berichteten Zeugen.

Die Explosionen waren in der gesamten Stadt zu hören und rissen viele Menschen aus dem Schlaf. Auf dem betroffenen Gelände war ein viereinhalb Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von sechs Metern sichtbar. Schwarzer Rauch stieg am Donnerstagmorgen aus den Trümmern auf. Feuerwehrleute suchten weiter nach Opfern. Die Ursache für den Brand und die Explosionen war zunächst unklar. Anwohner berichteten das Feuer sei in einem Lagerhaus für elektronische Geräte ausgebrochen. Dann habe auf andere Lagerhäuser übergegriffen, in denen Chemikalien aufbewahrt worden seien. Von offizieller Seite wurden zunächst keine Einzelheiten bekannt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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