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Das Amtsgericht Erfurt wertete Rauch ins Gesicht zu blasen als Körperverletzung.

Urteil des Amtsgerichts Erfurt

Rauch ins Gesicht blasen ist Körperverletzung

Erfurt - Jemandem absichtlich Zigarettenrauch ins Gesicht zu blasen gilt als Körperverletzung. So urteilte jetzt das Amtsgericht Erfurt in einem Rechtsstreit.

Wer jemandem absichtlich Zigarettenrauch ins Gesicht bläst und sich aggressiv verhält, begeht nach einem Urteil des Amtsgerichts Erfurt Körperverletzung.

Es sprach am Mittwoch eine 25-Jährige frei, die einem Raucher ein Glas an den Kopf geworfen hatte. Die Studentin hatte den 30 Jahre alten Mann mehrfach auf das Rauchverbot in einer Erfurter Diskothek hingewiesen. Als sie kurz darauf auf die Tanzfläche ging, habe sich der Mann erneut eine Zigarette angesteckt, sei aggressiv auf sie zugekommen, habe ihr den Rauch direkt ins Gesicht geblasen und provozierend gefragt, was sie denn nun machen wolle. Ihren anschließenden Glaswurf wertete das Gericht als gerechtfertigte Notwehr gegen eine Körperverletzung.

dpa

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