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In Island gibt es Zigaretten bald nur noch für Süchtige.

Rauchen auf Rezept? So soll es funktionieren

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Reykjavik - Zigaretten auf Rezept? Das hört sich für viele Raucher verlockend an. In Island soll es Zigaretten bald nur noch für Süchtige geben, die vorher beim Arzt waren.

Bisher bekommt man in Island seine Glimmstengel noch im Supermarkt, an Tankstellen oder in Duty-Free-Shops und Kiosken. Damit soll laut verschiedener Medienberichte bald Schluss sein. Eine Gesetzesinitiative, an der sich fünf Parteien beteiligen, will Raucher zukünftig als Süchtige einstufen.

Wer also auf seine Zigaretten nicht verzichten kann oder will, muss zukünftig beim Arzt vorsprechen. Dort sollen die Mediziner den Patienten aufklären und zu Entwöhnungskursen anhalten. Kann der "Kranke" von der Therapie nicht überzeugt werden, erhält er ein Rezept und holt seine Zigaretten in der Apotheke ab. In den Genuss des subventionierten Gebührensystems kommt der Raucher aber nicht. Die Mediziner müssen sogar den Suchtgrad der Patienten diagnostizieren, und es werden nur noch an stark abhängige Menschen "Tabak-Rezepte" ausgestellt.

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Warum sollen die Isländer von ihren Politikern dermaßen bevormundet werden? Die Bevölkerung beläuft sich momentan auf 318.000 Einwohner. Durch den Zusammenbruch der Wirtschaft kehrten etliche Isländer und Gastarbeiter dem Inselstaat den Rücken. Dabei wird jeder fitte Mann und jede fitte Frau gebraucht. Da sich dort laut Weltgesundheitsorgansiation jeder Vierte den Griff zu Kippen und Feuerzeug nicht verkneifen kann, machen die Politiker die Volksgesundheit zur Chefsache.

Die Zigarettenpreise werden jährlich um 10 Prozent erhöht. Zigarettenschachteln werden nur noch in schlichtem Design angeboten. In öffentlichen Gebäuden an Stränden, in Parks oder auf Bürgersteigen soll ebenfalls ein striktes Rauchverbot eingeführt werden.

jb

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