Rund um das Konzert eines kongolesischen Sängers ist es am Bahnhof Gare de Lyon in Paris zu Ausschreitungen gekommen. Flammen und eine riesige schwarze Rauchwolke stiegen rund um den Fernbahnhof auf. Foto: Francois Mori/AP/dpa
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Rund um das Konzert eines kongolesischen Sängers ist es am Bahnhof Gare de Lyon in Paris zu Ausschreitungen gekommen. Flammen und eine riesige schwarze Rauchwolke stiegen rund um den Fernbahnhof auf. Foto: Francois Mori/AP/dpa

Am Rande eines Konzerts

Rauchwolken bei Krawallen an Pariser Fernbahnhof

Die Polizei hatte Unruhen befürchtet - und sollte Recht behalten: Über einem großen Pariser Fernbahnhof steigt eine riesige Rauchwolke auf und zieht über das ganze Viertel. Was ist passiert?

Paris (dpa) - Rund um das Konzert eines kongolesischen Sängers ist es in Paris zu Ausschreitungen gekommen. Flammen und eine riesige schwarze Rauchwolke stiegen am frühen Freitagabend rund um den Fernbahnhof Gare de Lyon auf.

Wie die Staatsbahn SNCF auf Anfrage mitteilte, habe es außerhalb des großen Bahnhofs im Südosten der Hauptstadt Demonstrationen gegeben. Dabei hätten auch Autos gebrannt. Der Bahnhof wurde evakuiert und geschlossen.

Weil sie Unruhen befürchtete, hatte die Pariser Polizeipräfektur zuvor ein Demonstrationsverbot rund um die Konzertarena in der Nähe des Gare de Lyon erlassen. Der kongolesische Sänger Fally Ipupa sollte dort am Freitagabend ein Konzert geben. Laut Polizei hattte es zuvor in sozialen Netzwerken Aufrufe zu Protesten und Kämpfen gegeben. Bereits am Nachmittag hatte es zwei Festnahmen gegeben.

Exil-Kongolesen werfen dem Künstler vor, dem ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila und seinem Nachfolger Félix Tshisekedi nahe zu stehen. 2017 war Berichten zufolge ein Fally-Ipupa-Konzert an einem anderen Pariser Veranstaltungsort wegen der Gefahr "schwerwiegender Störungen der öffentlichen Ordnung" abgesagt worden.

Vom Gare de Lyon fahren die Züge Richtung Südfrankreich. Gerade in den Abendstunden herrscht dort großer Andrang. Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur berichtete, ein massives Sicherheitsaufgebot sei vor Ort, Panik gebe es aber nicht.

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