Die Kosmonauten Oleg Novitsky (links) and Yevgeny Tarelkin (rechts) auf dem Weg zum Start.

Drei Kosmonauten zur ISS gestartet

Berlin/Baikonur - Ein bemanntes russisches Raumschiff ist am Dienstag zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.

„Sojus TMA-06M“ mit den Russen Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin sowie dem US-Amerikaner Kevin Ford an Bord habe problemlos und pünktlich um 12.51 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan abgehoben, teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit. Die Ankopplung ist für Donnerstagnachmittag um 14.35 Uhr geplant.

Test für neue Startrampe

Im Unterschied zur langjährigen Praxis ist „Sojus TMA-06M“ nicht von jener Rampe gestartet, von der Juri Gagarin am 12. April 1961 als erster Mensch ins All flog. Nowizki, Tarelkin und Ford unterzogen vielmehr die Rampe Nr. 6 des Startkomplexes 31, wie es in der Militärsprache heißt, nach umfassender Rekonstruktion einem ersten Qualitätstest. Nach 16-jährigem Betrieb war hier im Juli 1984 zum letzten Mal ein bemanntes Raumschiff zur damaligen russischen Raumstation „Salut-7“ abgehoben. Danach fanden nur noch unbemannte Starts statt.

In den vergangenen Jahren war die Rampe für die neue „Sojus-FG“-Rakete umgerüstet worden, die leistungsstärker als ihre Vorgängerin „Sojus-U“ ist. Der historische Rampe Nr. 1 von Gagarin soll ab 2014 generalüberholt werden.

ISS-Besatzung bald wieder auf Soll-Stärke

Mit dem Trio erreicht die 33. ISS-Stammbesatzung wieder ihre Soll-Stärke von sechs Mitgliedern. Seit dem 17. September arbeiten die Amerikanerin Sunita Williams, der Japaner Akihiko Hoshide und der Russe Juri Malentschenko allein in der Station. Sie sollen am 12. November zur Erde zurückkehren.

Kommandant Nowizki und Bordingenieur Tarelkin sind Weltraumneulinge. Ford dagegen ist 2009 schon einmal mit dem US-Shuttle „Discovery“ im All gewesen und kennt die ISS schon. Für alle drei Männer, die rund 140 Tage auf der Umlaufbahn bleiben sollen, ist damit die „Sojus“-Kapsel Neuland.

dapd

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