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Immer wieder kommt es zu Razzien gegen Rockerbanden wie die "Hells Angels". Foto: Fredrik von Erichsen

Razzia bei den "Hells Angels"

Hunderte Beamte sind an einem Einsatz gegen die "Hells Angels" beteiligt. Bei den Durchsuchungen im Rockermilieu fasst die Polizei sechs Verdächtige. Sie entdeckt auch mehrere Schusswaffen.

Koblenz (dpa) - Die Polizei hat mit einer groß angelegten Aktion in mehreren Bundesländern zum Schlag gegen "Hells Angels"-Rocker ausgeholt. Rund 650 Beamte durchsuchten 36 Objekte und verhafteten dabei sechs Menschen, wie die federführende Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilte.

Schwerpunkt der Razzia war das nördliche Rheinland-Pfalz mit 20 Durchsuchungen. Die Ermittler schlugen aber auch im südlichen Nordrhein-Westfalen und in Hessen zu. Zu jeweils einem Einsatz kam es in Bayern und im Saarland weil sich dort ein Beschuldigter und ein Zeuge aufhielten. Die genauen Orte nannte die Behörde nicht.

Bei der Aktion, die bis zum Dienstagmittag lief, waren auch zwölf Staatsanwälte dabei. Die Ermittler stellten unter anderem einige Schusswaffen sicher.

Hintergrund sind Ermittlungen gegen die Rocker unter anderem wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung und erpresserischen Menschenraubs. Außerdem gehe es um Nötigung, Bedrohung, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffenrecht, so die Staatsanwaltschaft. Weitere Details nannte die Behörde zunächst nicht - um weitere Ermittlungen nicht zu gefährden und um zu verhindern, dass Beschuldigte identifiziert werden könnten.

Immer wieder kommt es zu Razzien gegen Rockerbanden wie die "Hells Angels". Bei zwei Treffen im vergangenen Juli in Boppard am Rhein und im November in Windhagen (Kreis Neuwied) hatten Großaufgebote der Polizei Clubmitglieder kontrolliert. Bundesweit sind einige Gruppierungen verboten.

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