Razzia auf Campingplatz: 20 Sklaven befreit

London - Bei einer Razzia auf einem Campingplatz in Großbritannien konnten Polizisten 24 Männer befreien, die wahrscheinlich als Sklaven gehalten worden waren. Außerdem fanden die Beamten Drogen und Waffen.

Mehr als 24 Männer aus Rumänien, Polen und England sollen in Großbritannien teils bis zu 15 Jahre lang wie Sklaven gehalten und zur Arbeit gezwungen worden sein. In einem Großeinsatz habe die Polizei am Sonntag auf einem Campingplatz vier Männer und eine Frau wegen des Verdachts auf Sklaverei festgenommen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Mehr als 200 Beamte seien an dem Einsatz auf dem Campingplatz in Leighton Buzzard gut 70 Kilometer nördlich von London beteiligt gewesen.

“Die Männer waren in einem schlechten Gesundheitszustand und mussten in schockierend dreckigen und engen Verhältnissen hausen“, sagte Chefinspektor Sean O'Neil. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die Arbeiter waren auf dem Campingplatz untergebracht, auf dem auch Waffen, Drogen und Geld gefunden wurden. Weitere Angaben - etwa zur Art der Arbeit, zum Einsatzort und warum die Opfer nicht geflohen waren - wurden zunächst nicht gemacht.

dpa/dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mindestens 45 Tote bei Waldbränden in Portugal und Spanien
Portugal und Spanien trauern um die Opfer der Waldbrände: Mindestens 45 Menschen sind in den Flammen ums Leben gekommen, mehrere Dutzend weitere wurden verletzt.
Mindestens 45 Tote bei Waldbränden in Portugal und Spanien
Misshandelter Elfjähriger aus Neuss gestorben
Der vor fast zwei Wochen in einer Neusser Wohnung mit lebensbedrohlichen Verletzungen gefundene Junge ist tot.
Misshandelter Elfjähriger aus Neuss gestorben
Ausstellung über Klima und Evolution in Halle
Halle (dpa) - Drei Höhlenlöwen jagen ein Mammut und ihr Junges - diese Szene mit den lebensecht erscheinenden Tieren ist beim Landesmuseum Halle in Sachsen-Anhalt …
Ausstellung über Klima und Evolution in Halle
Landwirt soll 189.000 Euro für kurze Straße zahlen 
Es ist nur ein kurzes Stück, doch es ist ganz schön teuer: 189.000 Euro soll ein Landwirt in Schleswig-Holstein für den Straßenausbau zahlen. Ursprünglich sollte der …
Landwirt soll 189.000 Euro für kurze Straße zahlen 

Kommentare