900 Beamte im Einsatz

Razzia gegen Rechtsextreme in NRW

Düsseldorf - Am frühen Donnerstagmorgen ist die Polizei in einem Großeinsatz gegen die rechte Szene in Nordrhein-Westfalen vorgegangen.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat am Donnerstag drei rechtsextremistische Kameradschaften verboten. Die „Kameradschaft Aachener Land“ ist demnach ebenso verboten wie die Gruppierung „Nationaler Widerstand Dortmund“ und die „Kameradschaft Hamm“. „Wir reißen damit große Löcher in das Netzwerk der Neonazis“, sagte Jäger in Düsseldorf.

Ein Sprecher des Innenministeriums berichtete, deshalb seien am Morgen zahlreiche Wohnungen und Vereinsräume durchsucht worden. Das Vermögen der Kameradschaften werde beschlagnahmt, das Tragen der Vereinssymbole sei nun verboten. Die Polizei in Dortmund durchsuchte bereits rund 100 Objekte in Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna. Die Polizei Aachen durchsuchte knapp 50 Wohnungen in Aachen, Düren und Heinsberg, hieß es in einer Mitteilung. Laut der Aachener Polizei handelt es sich um den bislang „umfangreichsten Schlag gegen Rechtsextreme“ in der Region.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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