300 Verdächtige festgenommen

Mega-Razzia: Zwölf Tonnen Elfenbein, 10.000 tote Seepferdchen

Südostasien - Weltweiter Schlag gegen Tierschmuggler: Die Polizei ist in 62 Ländern aktiv geworden und nahm 300 Verdächtige fest. Das Ausmaß des illegalen Handels ist riesig.

Polizisten in aller Welt haben in einer koordinierten Aktion gegen Schmuggler unzählige lebende und tote Tiere sowie zwölf Tonnen Elfenbein, Nashorn-Hörner und Walknochen beschlagnahmt.

Insgesamt seien die Ermittler in 62 Ländern aktiv geworden, teilte die Polizeibehörde Europol am Donnerstag mit. Nach ihren Angaben handelte es sich bei Operation Cobra III um die bisher größte internationale Aktion gegen den illegalen Handel mit bedrohten Tieren.

300 Verdächtige festgenommen

Der an den Ermittlungen beteiligte südostasiatische Verband ASEAN-WEN teilte mit, im Rahmen von Cobra III seien mindestens 300 Verdächtige festgenommen worden. Unter ihnen sei ein Chinese, der in den bisher größten Fall von illegalem Handel mit Nashorn-Hörnern in Namibia verwickelt sein soll, sowie ein als Elefantenjäger berüchtigter Inder. In über zwei Monaten stellten die Fahnder in Ländern in Europa, Asien, Amerika und Afrika 119 Nashorn-Hörner und beinahe 11.500 lebende und tote Tiere sicher.

16 Walrippen, 10.000 Seepferdchen, 400 Schildkröten

Sie beschlagnahmten unter anderem16 Walrippen in den Niederlanden, 20 Kilogramm Egel in Bulgarien, 400 lebende Schildkröten und 10.000 tote Seepferdchen in Großbritannien und noch einmal 300 Schildkröten in Kroatien. In Indien fanden sie knapp elf Tonnen Tigerknochen und in Thailand über vier Tonnen Elfenbein, offenbar aus Afrika stammend. Europols Vorsitzender Rob Wainwright sagte, die Aktion zeige "die wahre globale Dimension dieser Verbrechen". Cobra III laufe in vielen Ländern weiter, denn illegaler Tierhandel bleibe "ein gravierendes Problem", sagte Wainwright weiter.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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