Hat er eine Rocker-Razzia verpetzt?

LKA-Beamter als "Maulwurf" im Visier

Berlin - Die Berliner Polizei hat möglicherweise den Maulwurf in ihren Reihen gefunden. Er soll eine Rocker-Razzia verraten haben. Bestätigt sich der Verdacht, droht ihm eine empfindliche Strafe.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Beamten im Landeskriminalamt. „Bereits am Montagmorgen wurden Wohnung und Arbeitsplatz des Sachbearbeiters aus dem Rocker-Dezernat durchsucht“, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich am Mittwoch.

Unklar sei nach wie vor, ob der Maulwurf die Hells Angels direkt oder aber die Medien informierte. Bislang schweigt der Beamte zu den Vorwürfen. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe. Der Tatverdächtige sei vorerst in einen anderen Arbeitsbereich versetzt worden, bis die Überprüfung des Verdachts abgeschlossen sei. „Es gilt wie in jedem anderen Fall auch zunächst die Unschuldsvermutung.“

Einen Tag vor der Durchsetzung eines Verbotsverfahrens gegen die Hells Angels MC Berlin City hatte sich der Rockerclub plötzlich aufgelöst. Darum musste die Polizei ihren Einsatz mit 550 Beamten vorziehen. Seitdem hatten Sonderermittler bei der Polizei nach dem Leck in den eigenen Reihen gesucht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Chaos bei British Airways: IT-Panne lähmt Flugbetrieb
Verspätungen, Flugausfälle und wenig Information: Gravierende Computer-Probleme haben Kunden von British Airways am Wochenende die Reisepläne durchkreuzt. Wut und …
Chaos bei British Airways: IT-Panne lähmt Flugbetrieb
Privatjet von Elvis Presley versteigert
Mehr als 400 000 Dollar für Flugzeugschrott? Das klingt nach einem schlechten Deal. Trotzdem hat eine fluguntaugliche Maschine bei einer Versteigerung in den USA diesen …
Privatjet von Elvis Presley versteigert
Rund 150 Tote nach Unwettern in Sri Lanka
Zerstörte Häuser, von Fluten eingeschlossene Menschen: Sri Lanka kämpft mit den Folgen starker Regenfälle. Zur Ruhe kommt das bei Touristen beliebte Land vorerst aber …
Rund 150 Tote nach Unwettern in Sri Lanka
Ignorieren ist schlimmer als ein klares "Nein"
Wohnung, Job, Beförderung: Man steckt Mühe in die Bewerbung, harrt der Antwort, und dann kommt - nichts. Frust und Selbstzweifel sind die Folge. Dabei wäre es einfach, …
Ignorieren ist schlimmer als ein klares "Nein"

Kommentare