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Kaum noch Hoffnung: Rebecca Reusch ist seit Februar verschwunden.

Begegnung im Bus

Zeugin will die vermisste Rebecca eindeutig erkannt haben: „Ich habe keinen Zweifel“

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Seit knapp fünf Monaten wird Rebecca Reusch aus Berlin vermisst. Nun behauptet eine weitere Zeugin, den Teenager noch am Tag seines Verschwindens gesehen zu haben.

Update vom 19. Juli 2019, 16:20 Uhr: Im Fall der vermissten Rebecca hat sich nun eine weitere Zeugin zu Wort gemeldet. Sie ist mittlerweile zu einer guten Bekannten der Familie geworden und behauptet, Rebecca noch am gleichen Tag ihres Verschwindens im  Bus gesehen zu haben. Gegen 7.30 Uhr seien beide in der Linie 171 in Richtung Rudow unterwegs gewesen. „In Höhe Gropiusstadt sah ich ein großes Mädchen einsteigen. Die hatte so viel Schwung, die konnte man nicht übersehen“, sagt sie im Gespräch mit der Bild. Zwar gibt die 51-Jährige an, den verschwundenen Teenager zuvor noch nicht gekannt zu haben, aber sie könne sich sehr klar erinnern. Später habe sie dann Kontakt zu der Familie aufgenommen, um den Eltern von ihren Beobachtungen zu erzählen und Trost zu spenden. 

So gibt die Dame an, wegen der Beschreibung „keinen Zweifel, dass Rebecca das war.“ So sei auch das von ihr beobachtete Mädchen mit hellen Sachen und einer rosafarbenen Jacke sowie schwarzen Tennisschuhen bekleidet gewesen und habe eine Decke und einen Rucksack über den Arm getragen. Letztere sei der Zeugin zuerst aufgefallen: „Ich fragte mich, was sie denn wohl zu der Jahreszeit damit machen wollte“, wird die Frau zitiert. Auch andere Zeugen berichten von einer Wolldecke, die Rebecca mit sich geführt haben soll. Laut Aussage der Familie sei die Decke allerdings eher pink-violett gewesen. 

Laut Angaben der Bild-Zeitung würden der Fall und die neueste Zeugenaussage nun bei der Staatsanwaltschaft liegen. Eine Anfrage sei aber bislang aber unbeantwortet geblieben. 

Vermisste Rebecca: Mutter berichtet von Spieleabend mit Schwager - und attackiert Polizei

Update vom 19. Juli 2019: Die Familie der vermissten Rebecca Reusch muss mit einem unvorstellbaren Verlust leben - und der andauernden Unsicherheit, verbunden mit einem Fünkchen Hoffnung, dass die 15-Jährige doch noch leben könnte. Gerade Tage, die die Familie normalerweise gemeinsam verbringen würde, sind besonders schwer zu ertragen. 

So stand vor Kurzem der erste gemeinsame Familienurlaub an, wie bild.de berichtet - ohne Rebecca. Das Reiseziel: Mit dem Wohnmobil durch Schweden. Der Urlaub war bereits vor Rebeccas Verschwinden geplant worden. „Den Urlaub wollten wir uns trotz der Umstände nicht nehmen lassen. Wir hatten ihn zusammen mit Rebecca geplant. Ihr Patenonkel hat dort ein Haus und Rebecca hatte sich gewünscht, dass wir zusammen nach Schweden fahren. Sie wollte da fotografieren“, zitiert das Nachrichtenportal Brigitte Reusch, Rebeccas Mutter.

Die Familie hat den Urlaub aber frühzeitig abgebrochen. Statt drei Wochen blieben sie nur zwei - die Erfahrung war wohl zu schmerzhaft. Besonders Begegnungen mit Mädchen, die in Rebeccas Alter sind, nehmen die trauernde Mutter mit. Gegenüber bild.de erzählt sie von einer Situation am Hafen von Stockholm: „Dort habe ich zwei hübsche Mädchen im Alter von Rebecca gesehen. Sie haben sich gegenseitig fotografiert. Genau das hätte Becci auch gemacht. ,Mama, geh‘ mal da hin, Mama, mach‘ mal so‘.“

Mit der Polizei ist die Familie dem Nachrichtenportal zufolge eher unzufrieden. Sie glauben nicht daran, dass Rebeccas Schwager der Entführer - und eventuell Mörder - ihrer Tochter ist. „Wir haben uns sehr geärgert, dass wir so lange nichts von der Polizei gehört haben. Wir haben den Eindruck, dass die mit ihrer Theorie auf dem Holzweg sind“, zitiert bild.de die Mutter. Und: „Wir glauben fest an Florian und haben einen guten Kontakt zu ihm. Manchmal treffen wir uns zum Spieleabend.“

Rebecca Reusch weiter vermisst - Ihr Vater ist zornig: „Wie kann man so etwas behaupten?“

Update vom 17. Juli 2019: Keine neue Spur im Fall Rebecca Reusch - die Familie verliert die letzte Geduld mit den Ermittteln. Gegenüber dem Focus zeigt sich Rebeccas Vater „total enttäuscht von der Arbeit der Polizei“. Seit zwei Monaten hätte die Familie keine neuen Informationen von der Kripo erhalten. Es sei völlig still geworden. 

Bernd Reusch ist wütend auf die Ermittler, weil sie fest vom Tod seiner Tochter ausgehen. „Sie haben auch nur diese eine vorgefertigte Theorie: Rebecca ist tot. Aber wie kann man so etwas behaupten, wenn man sie noch nicht gefunden hat?“, fragt er.

Für die Angehörigen von Rebecca besteht weiter die Hoffnung, dass die Jugendliche noch am Leben ist. Sie haben die Vermutung, „dass jemand sie entführt hat, irgendwo festhält“, so der Vater. Eine beklemmende Theorie, aber aus Sicht der Familie wohl der letzte Strohhalm, um das ganze Leid ertragen zu können.

Der Focus befragte auch die Staatsanwaltschaft und konfrontierte sie mit den Vorwürfen von Bernd Reusch. Eine Sprecherin rechtfertigte die Verschwiegenheit der Ermittler. Es sei nicht üblich, dass Familienangehörige über alle Details der Ermittlungen informiert würden. „Ganz besonders, wenn ein Familienmitglied der einzige Haupttatverdächtige ist“, so die Sprecherin auf Anfrage des Focus. Gemeint ist der Schwager von Rebecca, der bereits in U-Haft saß. Die Familie glaubt fest an die Unschuld des 27-Jährigen. 

Rebecca Reusch aus Berlin vermisst - Staatsanwalt bekräftigt: „Kein Cold Case, im Gegenteil“ 

Update vom 13. Juli 2019: Fünf Monate liegt das rätselhafte Verschwinden der Schülerin Rebecca aus Berlin-Neukölln zurück - aber der Fall beschäftigt die Ermittler noch immer. „Die Ermittlungen laufen weiter“, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, auf dpa-Anfrage. „Es ist kein Cold Case, im Gegenteil“. Als Cold Case (wörtlich: kalter Fall) werden Fälle bezeichnet, in denen Ermittlungen nach längerer Zeit ohne Ergebnis geblieben sind. Zum Vorgehen und etwaigen Erkenntnissen machte Steltner keine Angaben.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen seit längerem davon aus, dass Rebecca nicht mehr lebt, sondern Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Sie ist seit dem 18. Februar verschwunden. Zuletzt war sie im Haus ihrer ältesten Schwester und ihres Schwagers. Die Ermittler nehmen an, dass sie das Haus nicht lebend verließ. Der Verdacht fiel auf Rebeccas Schwager: Er war in U-Haft, kam aber wenig später mangels Beweisen wieder frei. Rebeccas Familie beteuerte seine Unschuld.

Über Wochen hatten Einsatzkräfte aufwendig, aber erfolglos in Wäldern und an Seen im brandenburgischen Umland nach Rebecca gesucht. Nach Aufrufen waren rund 2000 Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Fall eingegangen. Die Zahl stagniert laut Polizei inzwischen weitgehend.

Vermisste Rebecca Reusch: Berliner Staatsanwalt lässt mit düsterem Satz Hoffnung schwinden

Update vom 4. Juli 2019: Seit knapp fünf Monaten wird die 15-jährige Schülerin Rebecca Reusch aus Berlin nun vermisst: Am 18. Februar dieses Jahres war sie von Zeugen das letzte Mal lebend gesehen worden. Erst elf Tage nach der Vermisstenmeldung prüfte die Polizei das Haus der Schwester, in dem die 15-Jährige das Wochenende vor ihrem Verschwinden verbracht hatte, auf Blutspuren, wie bild.de berichtet. Nach einer intensiven Durchsuchung von Haus und Auto in Berlin nahm die Polizei zunächst den Schwager des Mädchens fest, musste ihn aber letztlich wegen fehlender Beweise wieder auf freien Fuß setzen. Der Mann beteuert, nichts über Rebeccas Verschwinden zu wissen.

Selbst eine groß angelegte Intensiv-Suche in Wäldern und Seen, die die Polizei als mögliches Versteck für eine Leiche in Betracht zogen, führte zu keinem Ergebnis. Eine Polizeisprecherin erklärte nun auf Anfrage von derwesten.de:  „Die strukturierten Suchmaßnahmen nach Rebecca wurden im April vorläufig abgeschlossen.“ Allerdings könnten diese, bei Eingang neuer erfolgversprechender Ermittlungsinhalte, umgehend wieder aufgenommen werden.

Große Hoffnungen, das Mädchen lebend wiederzufinden, gibt es allerdings wohl keine mehr. So zitiert Bild den Berliner Staatsanwalt Martin Steltner: „Wir haben keinerlei Hinweise, dass Rebecca noch lebt. Wir müssen davon ausgehen, dass sie tot ist.“

Berlin: Experte äußert sich zu Rebecca: „Denkbar wäre auch ...“

Update vom 23. Juni 2019: Peter Jamin ist Schriftsteller und befasst sich mit Vermisstenfällen. Als Experte war er auch kürzlich zum Thema „Rebecca Reusch“ bei Markus Lanz zu Gast. Im Gespräch mit „Der Westen“ bekräftigte er jetzt seine Überzeugung, dass Rebecca noch am Leben sein könnte.  Er könne sich vorstellen, dass Rebecca Reusch ihrem Leben bewusst den Rücken gekehrt habe. „Das Mädchen könnte auch freiwillig weggegangen sein. Beispielsweise, weil es sich im Internet verliebt hat. Darauf gibt es ja auch durchaus Hinweise“, wird Jamin zitiert. „Denkbar wäre auch, dass die Schülerin entführt und eingesperrt worden ist.“

Rebeccas Schwester erhebt schweren Vorwurf bei Markus Lanz: Polizei wehrt sich

Update vom 18. Juni 2019: Nach dem Auftritt von Vivien Reusch in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz, weist die Polizei die Vorwürfe im Vermisstenfall Rebecca (15) zurück. Die Schwester, der seit 18. Februar spurlos verschwundenen Schülerin aus Berlin, hatte die Beamten beschuldigt, mit dem falschen Foto nach Rebecca gesucht zu haben. Das Bild, das von der Polizei bei der Suche eingesetzt wurde, sehe ihrer Schwester nicht ähnlich, so die 23-Jährige. Ihren Angaben zufolge, hätte die Polizei auch andere Aufnahmen zur Auswahl gehabt, sich aber für das sichtbar bearbeitete Foto entschieden.

Vivien Reusch zu Gast bei Markus Lanz. 

Die Polizei weist die Vorwürfe zurück. Wie die Hamburger Morgenpost aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, soll es Rebeccas Familie selbst gewesen sein, die das entsprechende Foto für die Öffentlichkeitsfahndung ausgesucht hatte. Für „mit dem Fall betraute Personen“ seien solche Aussagen nicht nachvollziehbar, schreibt das Blatt weiter. Aufgrund der laufenden Ermittlungen will sich offiziell aber niemand äußern.

In Passade bei Kiel wird ein 14-jähriges Mädchen aus Hamburg vermisst, wie nordbuzz.de* berichtet.

Rebecca Reusch aus Berlin bleibt vermisst: Schwester Vivien kritisiert Polizei bei Markus Lanz (ZDF)

Update vom 6. Juni 2019, 10.53 Uhr: Seit fast vier Monaten fehlt von Rebecca Reusch aus Berlin jede Spur. Obwohl der Schwager der 15-Jährigen noch immer als dringend tatverdächtig gilt, wurde die aktive Suche nach der Schülerin bereits vor Wochen eingestellt. Ihre Schwester Vivien suchte bereits in den vergangenen Monaten den Weg in die Öffentlichkeit, nun stellte sich die 23-Jährige den Fragen von Markus Lanz in seiner gleichnamigen ZDF-Sendung. 

„Vivien Reusch ist heute da, die Schwester von Rebecca. Der dieser Auftritt schwer fällt, die ihn aber dennoch wahrnehmen wollte. Um Öffentlichkeit zu schaffen, für ihre Schwester“, erklärt Markus Lanz gleich zu Beginn der Sendung. „Es ist unvorstellbar, man kann sich das einfach nicht ausmalen. Wir versuchen den Alltag so normal wie möglich zu gestalten und uns abzulenken“, berichtet Vivien zunächst von der angespannten Situation nach dem Verschwinden ihrer kleinen Schwester. 

Rebecca vermisst: Schwester Vivien tritt bei Markus Lanz auf

Während die Polizei relativ früh glaubte, dass Rebecca einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei, glaubt Vivien Reusch noch immer an die Unschuld ihres Schwagers. Doch warum wird Florian R. noch immer verdächtigt? „Ich persönlich kann es mir nicht vorstellen, dass sie tot ist. Jedesmal zu lesen, dass sie nach einer Leiche suchen, das schmerzt ungemein. Und ich weiß nicht, woran das festgemacht wird“, erklärt die 23-Jährige. 

In der Vergangenheit sorgte das von der Polizei ausgesuchte Foto von Rebecca immer wieder für Kritik. Auch Moderator Markus Lanz zeigt sich innerhalb der Sendung verwundert, wieso ausgerechnet dieses deutlich sichtbar bearbeitete Foto zur Suche nach dem Mädchen ausgewählt wurde. „Ich kann es ihnen nicht sagen. Meine Familie hat der Polizei mehrere Bilder zu gespielt, auch Passbilder von der Schule. Die Polizei hat dieses Bild ausgewählt und sich dafür entschieden.“ Die 23-Jährige erklärt dann sogar persönlich, dass das von der Polizei eingesetzte Foto ihrer kleinen Schwester nicht ähnlich sehe. 

Die Berlinerin zeigt dann ebenfalls Unverständnis über das Vorgehen der Polizei. Demnach startete die Suche nach der 15-Jährigen erst drei Tage, nachdem die Eltern ihre Tochter als vermisst gemeldet hatten: „Wir haben zuerst auch nicht verstanden, wieso nicht direkt gesucht wurde. Es wurde davon ausgegangen, dass sie weggelaufen ist.“ Was genau am Morgen des Verschwindens geschah, ist noch immer unklar.

Ein 17-jähriger Junge aus Bayern wird zudem seit zwei Jahren in Lingen in Niedersachsen vermisst, wie nordbuzz.de* berichtet.

Ist Rebecca Reusch am Leben? Experte skizziert zwei Szenarien

Update vom 30. Mai 2019: Rebecca Reusch (15) gilt weiterhin als vermisst. Die Polizei hat die Suche bis auf Weiteres eingestellt, die meisten halten die 15-Jährige für tot. Jetzt äußert der Vermissten-Experte Peter Jamin jedoch, dass durchaus auch andere Szenarien möglich seien, wie derwesten.de berichtet. „Sie könnte sehr gut noch leben“, zitiert das Nachrichtenportal den Experten. Es sei beispielsweise möglich, dass das Mädchen freiwillig weggegangen sei - es gebe Hinweise darauf, dass sie sich möglicherweise in eine Internetbekanntschaft verliebt habe. 

Das zweite, wesentlich pessimistischere Szenario sei, dass Rebecca zwar nicht tot, aber dennoch einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei. Sie könnte entführt und eingesperrt worden sein, erklärt Jamin: „Wir wissen, dass es solche Kreise gibt. In denen Mädchen festgehalten werden.“ Auch, dass man dem mutmaßlichen Täter, Rebeccas Schwager, nichts nachweisen könnte, sei dafür ein Indiz. Um eine erneute Suche durch die Polizei anzustoßen, sind jedoch erst neue Hinweise nötig.

Suche nach Rebecca Reusch ist eingestellt - Familie äußert sich

Unser Artikel vom 27. Mai 2019:

Berlin - Die Suche nach der 15-jährigen Rebecca Reusch aus Berlin wurde eingestellt. Drei Monate gilt das Mädchen nun bereits als vermisst, wo sich die Schülerin befindet, ist noch immer unklar. Obwohl Ermittler schnell davon ausgingen, dass Rebecca einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte, wird die zunächst groß angelaufene Suche nicht mehr aktiv fortgesetzt. 

Ihre Eltern, Brigitte und Bernd Reusch, suchten in den letzten Wochen vermehrt über die Medien nach ihrer Tochter. Nachdem die Suche nun eingestellt wurde, äußerten sich die beiden in einem Interview mit der Bild nun erneut. 

Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Rebeccas Schwester Vivien ein emotionales Bild. 

Eltern beschreiben Alltag seitdem Rebecca vermisst ist 

Wie das Blatt berichtet, geben die Eltern die Suche nach ihrer Tochter nicht auf. „Wir beten jeden Tag für sie. Und gehen in die Kirche“, beschreibt Brigitte Reusch die allgegenwärtige Situation. Trotzdem laufe der Alltag weiter. Während Familienvater Bernd seine Fliesenbaufirma betreibe und täglich mit Kunden in Kontakt stehe, lenkt sich Brigitte Reusch mit der Buchhaltung ab. Auch das Familienleben geht weiter. Seit Wochen wird die Familie jedoch auch Opfer vieler Anfeindungen. 

In dem Interview verraten die Eltern dann auch, dass ein neuer Hinweis zu dem Verbleib ihrer Tochter bei ihnen persönlich einging. „Gestern rief jemand an. Sie soll in Liechtenstein gesehen worden sein. Aber das ist alles Quatsch. Sie ist weg“, erklärt Brigitte Reusch am Ende des Interviews. 

Mit diesen Fotos suchten Ermittler nach der vermissten Rebecca Reusch. 

Über drei Monate vermisst Familie Reusch nun schon das Küken der Familie. Das Verschwinden der 15-Jährigen gestaltet sich als absolut mysteriös, die Umstände geben auch den Ermittlern noch immer Rätsel auf. Der Schwager des Mädchens wird von ermittelnden Beamten noch immer als dringend tatverdächtig bezeichnet, sein Verhalten am Morgen des Verschwindens wirft viele Fragen auf. 

In einem Interview erklärte ein Ermittler vor wenigen Wochen, wie die Suche nach dem 15-jährigen Mädchen abläuft. Die Anwältin des Schwagers kritisierte das Vorgehen der ermittelnden Beamten. 

Rebecca Reusch noch immer vermisst: Das ist über den Fall bekannt 

Rebecca verbrachte die Nacht auf den 18. Februar im Haus ihrer Schwester Jessica. Die älteste Tochter der Familie lebt mit ihrer eigenen kleinen Familie in einem Haus im Berliner Stadtteil Britz. Ehemann Florian R. arbeitet als Koch in einem Hotel am Berliner Kurfürstendamm. Mit seinen Kollegen ging der 27-Jährige in der besagten Nacht feiern, erreichte sein Zuhause erst gegen 5.45 Uhr am frühen Morgen. Seine Ehefrau Jessica verließ gegen 7 Uhr morgens das Haus, ob Rebecca zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Sofa im Wohnzimmer schlief, unklar. 

Klar dagegen ist jedoch: das Handy der 15-Jährigen loggte sich zwischen 6 Uhr und 8 Uhr an dem besagten Morgen noch einmal im WLAN-Netz des Hauses ein. Gegen halb neun versuchte Brigitte Reusch ihre Tochter dann telefonisch zu erreichen, jedoch vergeblich. Der Schwager des Mädchens erklärte zu diesem Zeitpunkt, dass Rebecca bereits das Haus verlassen haben müsste. Wie die Polizei in einem Beitrag der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ dann erklärte, wurde das Auto des Schwagers knapp zwei Stunden später auf einer Autobahn Richtung Polen registriert. 

Vermisste Rebecca Reusch aus Berlin: Schwager gilt weiterhin als dringend tatverdächtig 

Eine vorläufige Festnahme von Florian R. musste nach wenigen Stunden aufgehoben werden. Auch eine spätere zweite Festnahme wurde nach wenigen Tagen aus Mangel an Beweisen wieder aufgehoben. Trotzdem scheint für die Ermittler klar: Rebecca hat das Haus nicht lebend verlassen. Als dringend tatverdächtig gilt noch immer der Schwager des Mädchens. 

Auch das Verschwinden des damals 28-jährigen Lars Mittank bleibt mysteriös. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ erinnerte nun an den wohl mysteriösesten Fall des Formats. Was geschah mit Gary Simpson? Nun veröffentlichte die Polizei neue Bilder des Toten. Der 49-Jährige verschwand während eines Fußballspiels.

Die 28-jährige Petra Katalin Z. wird derzeit in Hessen vermisst. Ihre Spur verliert sich an einer Tankstelle. Darüber berichtet op-online.de* Auf Kreta verschwand eine Forscherin. Nun herrscht Gewissheit. 

*op-online.de und nordbuzz.de* sind Teil der Ippen-Digital-Zentralredaktion

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Kommentare

KiusaAntwort
(1)(0)

So ist es.

Grummel
(0)(0)

Das Problem war auch, das der Schwager anscheinend in irgendein Drogendelikt verwickelt war, nur Drogenkauf, vielleicht noch Gras und Mord sind zwei völlig unterschiedliche Dinge und machen es auch nicht wahrscheinlicher, das jemand dann auch andere Verbrechen begeht. Die meisten Kiffer, empfinden das Rauchen von Haschisch ja nicht mal als Straftat, da sie nur lachend mit nem Schokopudding vorm Fernseher sitzen. Ich schreibe das deshalb, weil es so rüberkam, das es den Schwager auch weiter verdächtig gemacht hat, da er ja auch schon relevante Straftaten begangen hat, allerdings aus einem völlig anderen Bereich. Verdächtig wäre er gewesen, wenn in der Vergangenheit schon mal ein Vorfall, wegen zum Beispiel sexueller Belästigung, körperliche Gewalt vorgelegen hätte, dem war aber nicht so. Und das hat für mich schon dazu geführt, das es da auch Vorurteile gab und man da grundsätzlich auch vielleicht auch noch andere Gründe hatte, um an dem Schwager dranzubleiben, und zwar diese Drogengeschichte. Aber nur um da vielleicht mehr über diese Sache zu erfahren, den Schwager auch bei dem anderen Delikt als einzigste Option in Erwägung zu ziehen finde ich nicht richtig, wenn dem vielleicht so gewesen ist. Das hätte man klar trennen müssen. So hatte man immer den Eindruck, das Verschwinden von Rebecca hat irgendetwas mit einer Drogenfahrt zu tun gehabt. Und das ist ein bisschen Hollywood. Drogen werden in Tschechien und Polen oft versteckt auf Märkten verkauft ( wie ein illegaler Coffeeshop), und das schon seit Jahren( hab mal ne Reportage gesehen). Das sind ja tausende die da rüberfahren ( billigerer Schnaps, Haschisch, irgendwelche Fake Turnschuhe etc).Da ist kein Risiko für Leib und Leben, wie wenn man sich mit kolumbianischen Mafiabossen verabredet. Hätte er Rebecca gegen ein Kilo Gras eintauschen sollen, oder als Pfand dort lassen? Ich verstehe diesen Zusammenhang nicht. Das Ganze hat die Spur auch schnell nach Polen gelenkt. Ich finde das schon relevant, da es die anderen Möglichkeiten irgendwie in den Hintergrund hat treten lassen.

Grummel
(2)(0)

Für die Angehörigen ist das natürlich unerträglich, gerade wenn geäußert wird, das die Wahrscheinlichkeit hoch ist, das ein Mensch nicht mehr am Leben ist. Allerdings gibt es auch im Bereich von Kriminalfällen viele Erfahrungswerte, so dass bestimmte Umstände nach einer bestimmten Zeit auch Rückschlüsse zulassen. Gerade bei Vermisstenfällen weiß man, dass wenn nichts gravierendes passiert ist, die Meisten, vor allen Dingen noch sehr jungen Leute nach ein paar Stunden oder ein paar Tagen wieder auftauchen. Auch die Befragungen von Freunden und Verwandten lassen Rückschlüsse zu, ob jemand zum Beispiel nur weggelaufen ist, vielleicht bei Freunden untergetaucht oder sich möglicherweise selbst etwas angetan hat, oder auch verunglückt ist ( Diabetiker, Asthmatiker etc). Die Familie von Rebecca hat ja auch geäußert, das es nicht die Art ihrer Tochter ist, sich nicht zu melden, im Gegenteil. Es keinen Streit gab, das Verhältnis zu allen Familienmitgliedern gut war etc. Das sind für Ermittler keine positiven Informationen. Und Fälle bei denen Menschen einfach so entführt werden sind bei uns sehr selten. Die meisten Fälle liegen dort in der eigenen Familie ( bei Trennung der Eltern mit einseitigem Sorgerecht und das sind meist noch jüngere Kinder). Oder bei Erpressungen von Lösegeldern etc. Fälle wie der Fall Kampbusch, das ist extrem selten.