Rechtsextreme greifen Polizei an

Rostock - Rechtsextreme haben in Rostock Polizisten angegriffen. Am Rande einer Kundgebung zum Gedenken an ein Opfer der rechtsextremen Terrorzelle NSU hätten Vermummte eine Eisenstange auf die Beamten in Zivil geschleudert.

Das teilte die Polizei in Rostock mit. Ein Polizist sei am Knie verletzt worden und musste ärztlich versorgt werden.

Die Polizei geht davon aus, dass die Gruppe von 20 bis 30 Vermummten, die Schlagwaffen dabei hatten, das Gedenken an das NSU-Opfer Mehmet Turgut stören wollten. Etwa 100 Personen waren den Angaben zufolge dem Aufruf der Linkspartei gefolgt, friedlich dem 2004 ermordeten Mehmet Turgut zu gedenken.

Etwa 400 Meter vom Ort der Kundgebung entfernt hätten Zivilbeamte die Gruppe der Vermummten bemerkt und sich als Polizisten zu erkennen gegeben. Daraufhin sei “aus der Gruppe heraus“ die Eisenstange geworfen worden. Die Tatverdächtigen flüchteten.

Bei der anschließenden Fahndung ergriff die Polizei neun Menschen, “die Sturmhauben und Schlauchschals zur Vermummung bei sich trugen und der rechten Szene zuzuordnen sind“. Die Polizei prüft nun, ob eine dieser Personen die Stange geworfen hat. Die Kriminalpolizei ermittle wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs.

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