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Ein Whistleblower in der Bundeswehr?

Ermittlungen laufen

Bundeswehr-Whistleblower deckt rechtsextreme Umtriebe auf - nun soll er gefeuert werden

Ein Whistleblower hat offenbar mehrmals Informationen zu rechten Umtrieben in der Bundeswehr geliefert. Jetzt soll der Soldat entlassen werden.

Berlin - Die Bundeswehr will dem Spiegel zufolge einen Whistleblower entlassen, der mehrmals detaillierte Hinweise auf rechte Umtriebe in der Truppe geliefert hat. Unteroffizier Patrick J. habe seit 2016 zahlreiche mutmaßlich rechtsextreme Soldaten an den militärischen Nachrichtendienst MAD gemeldet, berichtet das Nachrichtenmagazin. 

Patrick J. hat demnach in einem 100-seitigen Bericht Belege aus sozialen Netzwerken aufgeführt sowie Vorfälle, deren Zeuge er in Kasernen geworden sein will. Aufgrund der Hinweise startete der MAD demnach mindestens fünf Ermittlungen gegen Soldaten. In einem als Verschlusssache eingestuften Bericht des Bundesverteidigungsministeriums heißt es, das Bundeskriminalamt prüfe seine Hinweise auf eine "mögliche strafrechtliche Relevanz".

Bundeswehr begründet Entlassung des Whistleblowers

Die Bundeswehr begründete die Entlassung des Unteroffiziers laut Spiegel jetzt mit der fehlenden charakterlichen Eignung für den Soldatenberuf. So habe er Kameraden zu Unrecht bezichtigt. In vielen Fällen hätten sich seine Vorwürfe "als übertrieben und haltlos erwiesen", heißt es im Entlassungsschreiben des Personalamts der Bundeswehr, aus dem das Nachrichtenmagazin zitiert.

Das Verteidigungsministerium habe nun angekündigt, den Fall nochmals zu überprüfen. Für Anfang kommender Woche sei ein Gespräch zwischen dem Soldaten Verteidigungsstaatssekretär Gerd Hoofe angesetzt. In Sachen Whistleblower hat die EU Pläne für die Zukunft.

AFP

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