Alte Bauernregel

Regen am Siebenschläfertag - Meteorologe: Das muss nichts heißen

Am Dienstag ist Siebenschläfertag. Laut einer alten Bauernregel wird das Wetter der nächsten sieben Wochen gleich bleiben.

Offenbach - Ausgerechnet am Siebenschläfertag ist das Wetter vielerorts wechselhaft und regnerisch gewesen. Tief „Rasmund“ brachte am Dienstag Wolken, Schauer und kräftige Gewitter nach Deutschland und bereitete dem sonnigen Badewetter ein Ende. Ein Regenband zog in einem Streifen von Aachen bis zum Saarland über die Rhön und den bayerischen Wald. Im Norden und Osten konnten sich die Menschen zwar über Sonne freuen, Lufttemperaturen zwischen 17 bis 20 Grad luden aber nicht gerade zum Baden ein. Im Saarland, Baden-Württemberg und Bayern gab es Gewitterwarnungen. „Das heißt jetzt aber nicht, dass das sieben Wochen so bleibt“, widerspricht Meteorologe Sebastian Schappert vom Deutschen Wetterdienst dem alten Aberglauben.

Allenfalls sei die Wahrscheinlichkeit leicht erhöht, dass die Wetterlage im Sommer eine Weile so verharrt wie Ende Juni/Anfang Juli. Schapperts Sommer-Prognose: „Es wird eher wechselhaft bleiben mit kurzen ruhigen Perioden, in denen es wieder schön wird.“ Viele Menschen achten sehr auf Siebenschläfer, weil eine Bauernregel heißt: „Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag.“

In den nächsten Tagen bringt „Rasmund“ erst einmal kräftige Gewitter mit Starkregen, starkem Wind und Unwettern. Vor allem im Süden und Westen Deutschlands muss am Mittwoch damit gerechnet werden. Im Norden und Osten steigt die Unwettergefahr am Nachmittag. Die Temperaturen erreichen 19 bis 26 Grad, im Südosten auch noch 30 Grad. Sturmböen sind an der Küste und in Gewitternähe möglich. Regen, kräftige Gewitter mit Hagel und Unwetter bestimmen auch am Donnerstag das Wetter. Die Temperaturen sinken auf 17 bis 25 Grad. Länger regnet es am Freitag zunächst im Norden und Nordosten, im übrigen Land gibt es einen Mix aus Schauern, Gewittern und Sonne.

Badewetter stellt sich auch am Wochenende nicht wieder ein. „Es bleibt wechselhaft und windig bei mäßigen Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad“, sagt Schappert. Aber neue Unwetter bleiben wohl aus.

dpa

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