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Ein Lkw fährt durch eine überflutete Unterführung der Schönwalder Landstrasse in Greifswald

Regen flutet Straßen und Keller - "Alles läuft über"

Greifswald/Dresden - Heftiger Regen hat bis zum Samstag viele Keller und Straßen in Mecklenburg-Vorpommern überflutet. Mehrere Open-Air-Events mussten abgesagt werden.

In Greifswald wusste sich selbst die Feuerwehr kaum mehr zu helfen. Bis zu einen Meter hoch stand dort das Wasser. “Alles läuft über. Wir wissen gar nicht, wo wir das Wasser noch hinpumpen sollen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Selbst die Rückhaltebecken seien überflutet. Auch in Rostock mussten die Helfer zu etlichen Einsätzen ausrücken.

In Bad Doberan wurde das “Searock“-Festival am 22. und 23. Juli mit Bands wie den Fantastischen Vier abgesagt. Mehr als 11 000 Karten waren dafür verkauft worden. 30 Stunden Starkregen und Sturmböen bis zu Stärke 9 machten die Auftritte unmöglich, teilten die Veranstalter mit. Seeräuber Klaus Störtebeker trotzte dem Wetter hingegen: Die Vorstellungen der Störtebeker Festspiele auf Rügen würden “garantiert“ gespielt, hieß es beim Veranstalter.

Teiweise über 100 Liter Regen in 24 Stunden

Tief Otto hat in den vergangenen Tagen für reichlich Regen und zahlreiche Überschwemmungen in Deutschland gesorgt. Die meisten Niederschläge gab es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Rostock-Warnemünde. Dort kamen von Freitag- bis Samstagmorgen 111 Liter pro Quadratmeter herunter. In Barth in Nordvorpommern waren es 80 Liter. Diese Mengen seien “schon außergewöhnlich“, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach.

Land unter in Ostdeutschland - Die Bilder

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Das Regengebiet hat sich in den vergangenen Tagen von Bayern und Baden-Württemberg Richtung Nordosten bewegt. In Franken waren Anfang der Woche in 48 Stunden 120 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Lage entspannt sich langsam

Bis zum Nachmittag sollte der Regen nachlassen. Auch in Sachsen sollte es zunächst weitgehend trocken bleiben. Die Hochwasserlage im Osten des Bundeslandes entspannte sich weiter, die Wasserstände der Flüsse sanken. Nur an der Lausitzer Neiße in Görlitz galt zunächst noch die zweithöchste Alarmstufe 3, wie das Hochwasserzentrum in Dresden mitteilte. Allerdings wurden - etwa an der Elbe - noch abfließende Wassermassen aus Tschechien erwartet.

Dort und in der Slowakei beruhigte sich die Lage nach mehreren Tagen Hochwasser und Sturmwetter ebenfalls. Lediglich in der nordtschechischen Region Hradec Kralove (Königgrätz) überschwemmten kleinere Elbe-Zuflüsse am Morgen noch einzelne Straßen und Keller. Später gingen aber auch dort die Pegelstände rasch zurück.

dpa/dapd

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