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So viel Regen fällt selten im Juli. Mit neuen Gewittern geht der Monat seinem Ende entgegen. Vielerorts wird nach den letzten Unwettern noch aufgeräumt, schon schüttet es wieder.

So viel Regen fällt selten im Sommer

Juli-Bilanz: Extreme Hitze und heftige Unwetter

Berlin - So viel Regen fällt selten im Juli. Mit neuen Gewittern geht der Monat seinem Ende entgegen. Vielerorts wird nach den letzten Unwettern noch aufgeräumt, schon schüttet es wieder.

Neue Unwetter haben in weiten Teilen Deutschlands große Schäden angerichtet. Feuerwehr und Polizei rückten am Mittwoch erneut zu Hunderten Einsätzen aus. Heftiger Regen setzte Keller und Straßen unter Wasser. Auch der Luftverkehr war gestört.

In Teilen Nordrhein-Westfalens tobten wieder Gewitter, während im Münsterland die Aufräumarbeiten nach dem heftigen Unwetter vom Montagabend noch in vollem Gange waren. Viel Regen fiel örtlich auch in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.

Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach brachte der Monat Juli sowohl Hitze als auch extreme Unwetter und sehr viel Regen. Bundesweit hat es im Schnitt 128 Liter pro Quadratmeter geregnet - normal sind laut Wetterdienst 78 Liter. 2014 hatte damit laut DWD einen der zehn regenreichsten Julimonate seit 1881.

Der Frankfurter Flughafen annullierte bis Mittwochmorgen fast 120 Flüge. „Maschinen, die gestern nicht raus gegangen sind, können heute natürlich auch nicht rein kommen“, erklärte eine Flughafensprecherin. Am Dienstag waren 92 Flüge abgesagt worden. Insgesamt war der Flugbetrieb nach Angaben der Sprecherin am Mittwoch aber stabil. Es gebe keine größeren Verzögerungen.

In Frankfurt war die Feuerwehr nach eigenen Angaben im Dauereinsatz. Wegen überfluteter Keller, Tiefgaragen oder Straßen seien die Helfer innerhalb von gut vier Stunden zu mehr als 200 Einsätzen ausgerückt. In einigen Teilen der Landeshauptstadt Wiesbaden war „Land unter“.

Während die Einsatzkräfte nach dem Unwetter vom Montag im Münsterland noch viel zu tun hatten, liefen anderswo in Nordrhein-Westfalen erneut Keller voll. Straßen waren überflutet. Nach den Rekordmengen vom Montag schüttete es am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch in einigen Regionen wieder wie aus Eimern. Die Spitzenmenge von 90 Liter pro Quadratmeter kam nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes nördlich von Bielefeld herunter. Besonders heftig traf es diesmal die Region um Bonn. Die Leitstellen meldeten Hunderte Einsätze.

Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen verursachten am Mittwoch im Süden der Mecklenburgischen Seenplatte Schäden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro. Besonders betroffen waren die Ferienorte Malchow und Plau, wie Polizeisprecher erklärten. „Malchow ist regelrecht abgesoffen“, sagte Feuerwehrleiter Heiko Delph der Nachrichtenagentur dpa. In Thüringen überschwemmte der Regen Straßen oder überspülte sie mit Schlamm. Auf den Autobahnen passierten wegen Aquaplanings mehrere Unfälle. Im Wartburgkreis standen Orte unter Wasser.

Auch in Rheinland-Pfalz liefen Keller nach heftigem Regen voll und Straßen waren überflutet. 160 Camper aus Gerbach verbrachten die Nacht in der Donnersberghalle von Rockenhausen, weil der Regen den Weiher neben dem Zeltplatz bis zu 1,60 Meter hoch über die Ufer treten ließ. Gewitter gab es auch in Teilen Sachsen-Anhalts. Eine Unwetterfront zog über den Norden Baden-Württembergs hinweg. Im Vergleich zum Vortag gab es aber wohl keine gravierenden Schäden, teilte das Innenministerium am Mittwoch in Stuttgart mit.

dpa

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