+
Sternschnuppen: Im Gegensatz zu Deutschland konnte man in Österreich den Sternenhimmel beobachten. Foto: Lisi Niesner

Perseiden-Schauer: Viele Sterngucker gingen leer aus

Die "Nacht der Wünsche" bestand für viele Sterngucker in der Nacht zu Freitag vor allem aus Wunschdenken. Eine dichte Wolkendecke versperrte den Blick auf die Sternschnuppenschauer der Perseiden. Doch am richtigen Standort gab es ein fantastisches Schauspiel.

Frankfurt/Stuttgart/München (dpa) - Die Warnungen der Meteorologen haben sich bestätigt: Das Wetter hat vielen Sternschnuppen-Guckern in der Nacht zu Freitag in Deutschland einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die Nacht sei wegen Wolken und Regen schlecht dafür geeignet gewesen, das Himmelsspektakel zu beobachten, sagte der Vorsitzende der Sternwarte Welzheim, Hans-Ulrich Keller, über die Lage im Südwesten. Besser sollten die Chancen in der Nacht zum Samstag sein.

Für Hans-Georg Schmidt, der mit einer Gruppe von Meteorbeobachtern im Wendelsteingebiet in den Bayerischen Alpen die Nacht verbrachte, hat sich das Ausharren dagegen gelohnt. "Unsere Gruppe hat bis Mitternacht trotz Wolken und Mondschein ungefähr 40 Sternschnuppen gesehen", sagte er am Freitag. "Sehr spektakulär" sei es dann nach Mitternacht gewesen. "Es waren ungefähr 100", schätzt Schmidt, der teilweise nicht nachkam mit dem Zählen und Dokumentieren. Der Hobby-Astronom beobachtet seit 1970 Sternschnuppen.

Auch in anderen Ländern wie Österreich oder Ungarn konnten die Perseiden beobachtet werden. Mit 216 000 Kilometern pro Stunde gehören sie zu den schnellsten Sternschnuppen.

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach machte für die Nacht zu Samstag zumindest Sternguckern im Westen und Südwesten Deutschlands Hoffnung auf bessere Beobachtungsmöglichkeiten: Es sollte immer wieder zu Wolkenauflockerungen und klaren Blicken zum nächtlichen Sternenhimmel kommen. In anderen Teilen Deutschlands können Sternschnuppen-Fans nur auf gelegentliche Wolkenlöcher hoffen - oder das himmlische Spektakel online im Livestream beobachten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zugbegleiter fällt zwischen Bahnsteig und Zug - schwer verletzt
Ein tragischer Unfall hat sich am Dortmunder Hauptbahnhof ereignet. Ein Zugbegleiter ist zwischen einen Bahnsteig und einen anfahrenden Eurocity gefallen. Er wollte zwei …
Zugbegleiter fällt zwischen Bahnsteig und Zug - schwer verletzt
Handy-Ladegerät explodiert in Londoner U-Bahn
Rauch und eine Explosion haben in einer Londoner U-Bahn-Station für Schrecken gesorgt. Doch die Feuerwehr und Polizei gaben schnell Entwarnung. 
Handy-Ladegerät explodiert in Londoner U-Bahn
Haben wilde Tiere eine Urlauberin in Griechenland zerfleischt?
Über einen Horror-Fund berichtet die griechische Polizei. Sie haben menschliche Überreste einer britischen Touristin entdeckt. Die 63-Jährige war seit Freitag vermisst …
Haben wilde Tiere eine Urlauberin in Griechenland zerfleischt?
Tennisballgroßer Diamant für fast 50 Millionen Euro verkauft
Der Diamant soll rund bis 3 Milliarden Jahre alt sein und ist so groß wie ein Tennisball. Nun hat der Stein für fast 50 Millionen Euro seinen Besitzer gewechselt. 
Tennisballgroßer Diamant für fast 50 Millionen Euro verkauft

Kommentare