1. Startseite
  2. Welt

Regierungskrise im Libanon

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null

- Beirut - Mit dem Rücktritt eines weiteren Ministers hat sich die politische Krise im Libanon weiter verschärft. Kurz vor einer entscheidenden Kabinettssitzung kündigte am Montag auch ein christlicher Minister seinen Rücktritt an. Bereits am Samstag hatten die fünf Schiiten im Kabinett von Ministerpräsident Fuad Siniora ihren Auszug aus der Regierung erklärt.

Wie zuvor im Falle der Fünf lehnte Siniora nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANI am Montag auch den Rücktritt von Umweltminister Jaakub Sarraf ab.

Unterdessen trat das Kabinett in Beirut zu einer außerordentliche Sitzung, bei der das Kabinett über die Grundlagen für ein internationales Gericht zur Aufklärung des Mordes an Ex-Ministerpräsident Rafik Hariri entscheiden soll. Anwesend waren 18 der insgesamt 24 Minister. Die Form des von den Vereinten Nationen geplanten Tribunals zum Hariri-Mord ist im Libanon umstritten. Syrien steht im Verdacht, hinter der Tat zu stecken.

Saad Hariri, der nach dem Attentat im Februar 2005 das politische Erbe seines Vaters angetreten hatte, warf den Schiiten-Parteien vor, sie folgten dem Diktat Syriens und des Irans. «Der Plan ist jetzt aufgedeckt, es gibt eine iranisch-syrische Verschwörung, deren Ziel es ist, das internationale Tribunal zu verhindern», erklärte Hariri am Sonntagabend.

Auch interessant

Kommentare