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Easyjet-Streik in Spanien beginnt – Was bedeutet das für meinen Urlaub?

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Ein Flugzeug von easyJet im Landeanflug auf den Flughafen Berlin Brandenburg ( BER )
Ein Flugzeug von easyJet im Landeanflug auf den Flughafen Berlin Brandenburg. In Spanien streiken Mitarbeiter der Fluglinie im Juli (Archivbild). © IMAGO/Rainer Keuenhof / Manngold

Easyjet-Angestellte in Spanien haben für Freitag und weitere Tage im Juli erneut Streiks angekündigt, auch Flüge von und nach Deutschland könnten betroffen sein.

Madrid - Die Flugreise in den Urlaub ist in diesem Sommer mit Unsicherheiten behaftet: Kommt mein Flieger? Ist mein Gepäck dabei? Wird es Verspätungen geben? Nun kommt noch ein weiteres Problem hinzu: ab Freitag streikt die Fluglinie Easyjet in Spanien - auf Flügen von und nach Deutschland könnte es zu Verzögerungen kommen.

Easyjet-Streiks ab Freitag: Wann es zu Einschränkungen kommen könnte

Die Fluggesellschaft Easyjet befördert eigenen Angaben zufolge täglich bis zu 250.000 Passagiere auf bis zu 1700 Flügen. In Spanien fliegt die britische Billigfluglinie die Flughäfen Málaga, El Prat (bei Barcelona) und Palma de Mallorca an. Dort könnte es für Reisende von und nach Spanien zu Einschränkungen kommen, denn rund 450 Angestellte von Easyjet in Spanien streiken vom  15. bis 18. Juli sowie vom 29. bis 31. Juli.

Im Juni und Anfang Juli war es dort bereits zu Arbeitsniederlegungen gekommen, damals konnten allerdings „keine Beeinträchtigungen des deutschen Flugprogramms festgestellt werden“, wie eine eine Easyjet-Sprecherin auf Anfrage von Merkur.de mitteilte. Man werde dies jedoch weiter beobachten, hieß es. Besonders am 15. Juli und 18. Juli könnte die Belastung groß sein, da sich an diesen Tagen Streiks der Ryanair-Angestellten mit jenen des Easyjet Kabinenpersonals überschneiden.

Ryanair und Easyjet-Streiks in Spanien im Juli

Ryanair: 12. bis 15. Juli, vom 18. bis 21. Juli und vom 25. bis 28. Juli.

Easyjet: 15. bis 18. Juli und vom 29. bis 31. Juli

Easyjet ist wie viele andere Fluglinien in der Branche - etwa Scandinavian Airlines, Eurowings und Lufthansa - mit der starken Nachfrage nach der Pandemie überfordert. Tausende Flüge des Unternehmens wurden in den vergangenen Wochen abgesagt, viele davon sogar erst am geplanten Abflugtag. Die jetzt angekündigten Streiks machen der Fluglinie zusätzlich zu schaffen. Inmitten der Krise legte nun auch der für das operative Geschäft zuständige Manager des britischen Billigfliegers seinen Posten nieder. Peter Bellew wolle andere Geschäftsmöglichkeiten verfolgen, teilte die Fluggesellschaft Anfang Juli mit.

Flugchaos auch in Spanien? So ist die Situation auf der iberischen Halbinsel

Die Flughäfen des beliebten Urlaubslandes Spanien ächzen im Sommer unter den Touristenmassen. Warteschlangen und Verspätungen halten sich aber in Grenzen und sind in erster Linie auf Streiks des Bodenpersonals von Ryanair und Easyjet sowie auf das Chaos auf Zubringerflughäfen zurückzuführen - etwa in Deutschland.

Unter anderem macht sich der Personalmangel in Spanien deshalb nicht so sehr bemerkbar, weil während der Pandemie weniger Menschen auf die Straße gesetzt wurden. Das ist dem sogenannten ERTE zu verdanken - einem Instrument des spanischen Arbeitsrechts, mit dem Unternehmen Arbeitsverträge für eine bestimmte Zeitspanne aussetzen können. Zur Finanzierung des ERTE in der Corona-Krise stellte die Regierung nach eigenen Angaben gut 19 Milliarden Euro zur Verfügung (dpa/bm).

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