1. Startseite
  2. Welt

Reiselust der Deutschen größer als Terror-Angst

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null

- Düsseldorf - Die Terroranschläge in London und Ägypten werden nach Ansicht der Reisebüros und der Veranstalter die wieder wachsende Reiselust der Deutschen nicht bremsen. "Die Menschen wissen: Eine wirkliche Sicherheitsgarantie kann kein Reiseveranstalter und keine Regierung geben", sagte Klaus Laepple, Präsident des Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalterverbandes, in Düsseldorf. Zwar reise kaum jemand nach Afghanistan, Sudan oder in den Irak. Grundsätzlich ändere der Terror das Reiseverhalten jedoch nicht.

Nach Terroranschlägen in Marokko, Tunesien, Ägypten und der Türkei habe die Branche stets befürchtet, dass die Urlauber ausbleiben, sagte Laepple. "Aber das Gegenteil ist der Fall." Besonders beim Reiseziel Türkei gebe es einen Boom. Es hätten mehr Leute Angst vorm Fliegen als vor Terroranschlägen, betonte der Branchenpräsident. Wer im Urlaub die Angst vor Attentaten nicht vergesse, schaffe es zumindest meist, sie zu verdrängen. Die Reisebüros rieten ihren Kunden, vor Ort vor allem große Menschenmassen zu meiden. Außerdem verweise man auf die Reisehinweise des Auswärtigen Amts.ausbleiben, sagte Laepple. "Aber das Gegenteil ist der Fall." Besonders beim Reiseziel Türkei gebe es einen Boom. Es hätten mehr Leute Angst vorm Fliegen als vor Terroranschlägen, betonte der Branchenpräsident. Wer im Urlaub die Angst vor Attentaten nicht vergesse, schaffe es zumindest meist, sie zu verdrängen. Die Reisebüros rieten ihren Kunden, vor Ort vor allem große Menschenmassen zu meiden. Außerdem verweise man auf die Reisehinweise des Auswärtigen Amts."Der Mobilitätsdrang in der Bevölkerung ist ungebrochen", sagte Laepple. Er rechne im laufenden Geschäftsjahr bei Pauschalreisen wie im Vorjahr mit einem Plus von rund fünf Prozent. "Wir werden die 20-Milliarden-Euro-Grenze knacken."Die Reiselust erreiche allmählich wieder das Maß der Zeit vor den Anschlägen vom 11. September 2001; diese seien die einzig wirklich einschneidenden Attentate für die Branche gewesen. Die nachfolgenden Terrorattacken hätten nur kurzfristig Auswirkungen auf den Tourismus gehabt. Sobald das jeweilige Ereignis aus den Medien verschwunden war, sei die Zahl der Buchungen wieder gestiegen.

Auch interessant

Kommentare