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Hitze-Welle in Italien: Historischer Temperatur-Rekord in Sizilien gemessen - Unfassbare Zahlen

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Von: Astrid Theil

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Im Mittelmeerraum herrscht wegen des Hochs „Lucifer“ eine infernale Hitze. In Sizilien wurde nun eine historische Rekordtemperatur gemessen.

Sizilien - Eine enorme Hitze im Mittelmeerraum hat zu Waldbränden geführt, die sich unkontrolliert ausbreiten. Nun wurde auf Sizilien möglicherweise eine historische Höchsttemperatur gemessen. Die regionalen Behörden haben gemeldet, dass das Thermometer in der Nähe von Syrakus 48,8 Grad anzeigte.

Wie die ARD berichtet, wurde dieser Wert allerdings noch nicht offiziell bestätigt und wird aktuell vom italienischen Wetterdienst überprüft. Sollte die Messung bestätigt werden, wäre das ein historischer Rekord. Eine so hohe Temperatur wurde nämlich weder in Italien noch in Europa jemals gemessen. Der bisherige Hitzerekord in Italien liegt bei 48,5 Grad und wurde 1999 ebenfalls auf Sizilien gemessen.

Lokaler Dienst meldet Rekordtemperatur von 48,8 Grad - Verifizierung steht noch aus

Gemeldet hat die Rekordhitze von 48,8 Grad ein kleiner, lokaler meteorologischer Dienst (Servizio Informativo Agrometorologico Siciliano). Allerdings werden die Daten der dazugehörigen Messstationen automatisch ausgespielt und unterliegen keiner weiteren Prüfung. Andere, größere Wetterdienstanbieter der Region bestätigen die Rekord-Temperatur nicht. Ein Rekord wurde aber bestätigt: Mit knapp 45 Grad wurde in der Nähe von Catania auf Sizilien der bisherige Höchstwert für diesen Sommer erreicht.

Grund für diese extremen Temperaturen ist das Hoch „Lucifer“, welches in den kommenden Tagen in Richtung Norden ziehen wird und dementsprechend der Toskana und dem Zentrum Italiens eine Rekordhitze bringen wird. Die anhaltende Hitze stellt angesichts der Waldbrände, die in Kalabrien und auf Sizilien wüten, ein enormes Problem dar.

Waldbrände wüten im Mittelmeerraum - Einsatzkräfte aus 20 Ländern entsandt

Auch Griechenland ist von Waldbränden stark betroffen. Auf der Halbinsel Peloponnes und der Insel Euböa kämpfen Einsatzkräfte bei 30 Grad gegen die Flammen. Im Nordosten Griechenlands kam es gleichzeitig zu Hagelschauern und starkem Regen. Bisher hat sich der Regen allerdings noch nicht in die von den Waldbränden betroffenen Gebieten ausgeweitet.

Auf Euböa versuchen daher etwa 900 Feuerwehrleute nach wie vor, die Flammen zu stoppen. Auf der Halbinsel Peloponnes waren es etwa 570 Einsatzkräfte. Hilfe erhalten die griechischen Rettungskräfte auch aus dem Ausland. Mehr als 20 Staaten haben Einsatzkräfte nach Griechenland entsandt - darunter auch Deutschland. Auch Löschflugzeuge und -hubschraubr wie das russische Transportflugzeug Iljuschin sind in Griechenland im Einsatz.

Wetterextreme: Zwischen Waldbränden und Fluten

Auch in Nordafrika ist die Hitze groß. Besonders Tunesien und Algerien sind von großen Waldbränden betroffen. 50 neue Brände sollen allein an einem Tag neu ausgebrochen sein. Die Brände forderten in Algerien bereit 69 Todesopfer. Die Türkei kämpft seit dem 28. Juli gegen Waldbrände in der südwestlichen Provinz Mugla. Im Norden des Landes kam es derweil zu einer anderen Wetterkatastrophe: nach starken Regenfälle zu blitzartigen Fluten und Erdrutschen. at

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