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80 Sturmgewehre der Marke Kalaschnikow fand ein russischer Rentner in einer Kiste, in der eigentlich Holz sein sollte.

Rentner kauft Holz - und findet 80 Kalaschnikows

Moskau - Fast 80 Sturmgewehre der Marke Kalaschnikow findet ein russischer Rentner in einer Kiste, die eigentlich Brennholz enthalten sollte. Ein schlecht informierter Lastwagenfahrer hatte seinen Verdienst aufbessern wollen.

Er wollte Brennholz gegen den kalten russischen Winter kaufen - doch dann entdeckte ein Rentner fast 80 Sturmgewehre vom legendären Typ Kalaschnikow. Der 57-Jährige erwarb von einem Lastwagenfahrer 64 Kisten, die er im Ofen verfeuern wollte. Doch in den Verpackungen fand er die Waffen, dazu 253 Magazine und Ersatzteile, wie die Agentur Interfax am Freitag meldete. Daraufhin suchten Polizisten am Ural rund 1000 Kilometer östlich von Moskau fieberhaft eine Müllhalde nach weiteren Waffen ab.

Der Kalaschnikow-Hersteller Ischmasch gab die Panne zu. „Wir müssen prüfen, wie wir Waffen künftig aufbewahren und verschrotten - und wie wir sie nicht wieder verlieren“, sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter. Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin reagierte empört und berief ein Sicherheitstreffen bei dem Unternehmen ein. Kalaschnikow-Sturmgewehre mit dem charakteristisch gekrümmten Magazin gehören zu den meistverkauften Waffen der Welt.

Der 39-jährige Lastwagenfahrer einer privaten Spedition sollte die Kisten von Ischmasch in der Teilrepublik Udmurtien zur Entsorgung bringen. Doch dann habe der Mann, dem der heikle Inhalt offenbar nicht bekannt war, ein Zusatzgeschäft machen wollen, hieß es. Er habe gedacht, dass die Kisten leer seien, sagte der Fahrer. Der Rentner brachte die Waffen zur Polizei. Nun soll es einen neuen Anlauf zur Vernichtung der Kalaschnikows geben.

dpa

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