Rentner wollten radioaktives Material verkaufen

Bratislava - Ihre Rente wollten sieben Senioren offenbar durch den Verkauf von radioaktivem Material aufbessern. Doch jetzt wurden sie gestoppt.

Die Polizei in der Slowakei und Tschechien hat gemeinsam einen geplanten Handel mit radioaktivem Material im Wert von einer halben Million Euro aufgedeckt. Sechs Slowaken und ein Tscheche seien verhaftet worden und müssten mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen, erklärte der slowakische Polizeipräsident Jaroslav Spisiak am Donnerstag in Bratislava.

Chef der schon seit dem Jahr 2009 observierten Bande sei ein 71-jähriger Rentner gewesen. Auch die anderen Verhafteten seien bereits betagt gewesen, weshalb man die Gruppe in den Ermittlungen unter dem Namen “Rentnerklub“ geführt habe, erklärte Spisiak.

Um welche Art von radioaktivem Material es sich bei dem vereitelten Geschäft handelte, wollten die Polizeivertreter unter Hinweis auf laufende Ermittlungen vorerst geheim halten. Das Material stamme jedoch “aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion“ und hätte in Tschechien und der Slowakei verkauft werden sollen. Die Polizei habe den geplanten Handel jedoch “bereits in seiner Geburtsphase erstickt“, ehe das gefährliche Material überhaupt auf das Gebiet Tschechiens oder der Slowakei geliefert worden sei.

dpa

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