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Das Erdbeben kostete bisher 35 Menschen das Leben.

Rennen gegen die Zeit

Erdbeben in Taiwan: Zahl der Opfer steigt auf 40

Taipeh - Noch immer werden in der Millionenstadt Tainan Menschen aus den Trümmern eines umgestürzten, 16-stöckigen Gebäudes gezogen. Die Überlebenschancen der Eingeklemmten schwinden jedoch.

Update vom 9. Februar 2016:Drei Tage nach dem Erdbeben im Süden Taiwans ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 40 gestiegen. Mehr als 100 Menschen wurden am Dienstag noch immer in den Trümmern eines 16-stöckigen Wohnhauses in der Millionenstadt Tainan vermisst, das während des Bebens am Samstagmorgen umgestürzt war. Wie lokale Medien berichteten, hatten Bergungskräfte weitere Lebenszeichen von Verschütteten entdeckt, auf die sich die Rettungsarbeiten nun konzentrieren. Mehr als 72 Stunden nach der Katastrophe drängt jedoch die Zeit, da die Überlebenschancen unter den Trümmern schwinden.

Update vom 8. Februar 2016: Mehr als 60 Stunden nach dem Erdbeben in Taiwan ist am Montag ein achtjähriges Mädchen lebend aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen worden. Zuvor hatten die Rettungskräfte bereits einen Mann und eine Frau gerettet, die mehr als 50 Stunden in den Trümmern eines 16-stöckigen Hochhauses auf Hilfe gewartet hatten.

Mehr als 100 Menschen vermisst

Für die Retter ist es ein neuer Hoffnungsschimmer: Gut 52 Stunden nach dem starken Erdbeben im Süden Taiwans haben die Bergungskräfte am Montag eine Frau aus den Trümmern gezogen und in ein Krankenhaus gebracht. Dennoch blieben in der vom Erdbeben getroffenen Metropole Tainan noch immer mehr als 100 Menschen vermisst, nach denen die Hilfskräfte unter Hochdruck suchten. Die meisten Vermissten wurden in den Trümmern eines 16-stöckigen Wohnhauses vermutet, das am Wochenende umgestürzt war. Unter den schweren Betonplatten seien noch immer Überlebende eingeklemmt, sagte Taiwans Bürgermeister Lai Ching-ge.

Rettungskräfte hätten unter anderem die Position eines lebenden Mannes ausgemacht, der aber zunächst nicht gerettet werden konnte, sagte Lai laut lokalen Medien. „Wir haben seiner Familie gesagt, dass wir keine andere Möglichkeit haben, als Kräne einzusetzen, um die Trümmer anzuheben.“

Zahl der Opfer steigt auf 37

Am frühen Montagmorgen war eine 40 Jahre alte Frau tot aus den Trümmern gezogen worden, womit die Zahl der Opfer auf 37 stieg. Die Behörden haben den Verdacht, dass Pfusch am Bau die Ursache gewesen sein könnte, warum das 16-stöckige Haus dem Beben der Stärke 6,4 am Samstagmorgen nicht standhalten konnte. Mehr als 500 Menschen wurden bei dem Beben verletzt. Es müssten Vorkehrungen getroffen werden, damit sich ähnliche Zerstörungen nicht wiederholen, sagte Taiwans Präsident Ma Ying-jeou am Sonntag.

In der Zwei-Millionen-Metropole Tainan sind insgesamt rund zehn Gebäude eingestürzt. Mehr als 350 Menschen konnten lebend geborgen werden.

Das Epizentrum des Erdbebens lag in Meinong nahe der Hafenstadt Kaohsiung. Die Region ist dicht besiedelt. Allein in der südlich von Tainan gelegenen Stadt Kaohsiung leben 2,8 Millionen Menschen. Zeitweise war die Strom- und Wasserversorgung für Hunderttausende unterbrochen. Das Beben war auf der ganzen Insel zu spüren. Ein noch schlimmeres Erdbeben hatte sich in Taiwan 1999 ereignet, als 2400 Menschen ums Leben kamen. Damals wurde eine Stärke von 7,3 erreicht.

Erdbeben in Taiwan

dpa

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