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Die vom Polareis eingeschlossenen Teilnehmer einer Antarktis-Expedition müssen ihr Schiff verlassen. Die australische Seesicherheitsbehörde beschloss die Rettung per Hubschrauber

„MV Akademik Shokakskiy“

Rettung mit Hubschrauber verzögert sich

Sydney - Die vom Polareis eingeschlossenen Teilnehmer einer Antarktis-Expedition müssen ihr Schiff verlassen. Doch die Rettung mit dem Hubschrauber verzögert sich.

Die seit Tagen im Polareis festsitzenden Teilnehmer einer Antarktis-Expedition bereiten alles für ihre Rettung per Hubschrauber vor. Sie räumten einen Landeplatz für den Helikopter frei, twitterte Expeditionsleiter Chris Turney am Dienstag. „Drückt uns die Daumen, dass das Wetter besser wird.“ Die Hubschrauberrettung war aber bei schlechter Sicht zunächst nicht möglich. „Wir brauchen ein Fenster mit gutem Wetter“, twitterte er.

Der Helikoptereinsatz wurde am Montag beschlossen, nachdem Eisbrecher bereits vergeblich versucht hatten, das Forschungsschiff „MV Akademik Shokalskiy“ mit 74 Teilnehmern an Bord aus dem Packeis der Antarktis zu retten. Das Schiff sitzt nach einer plötzlichen Wetteränderung seit dem 1. Weihnachtstag im Eis fest.

Der Hubschrauber soll die 52 Wissenschaftler und Touristen nach Angaben der australischen Seesicherheitsbehörde (Amsa) in Zwölfer-Gruppen abholen und zum nahe gelegenen chinesischen Eisbrecher „Snow Dragon“ bringen. Von dort sollen sie mit einem kleineren Schiff zum australischen Eisbrecher „Aurora Australis“ gebracht werden. Die 22 russischen Besatzungsmitglieder bleiben nach Angaben der Behörde vorerst an Bord. Die „Shokalskiy“ fährt unter russischer Flagge.

Wie lange es dauert, bis das Schiff freikommt, war unklar. Wenn der Wind dreht, könnte die Passage aber schnell von selbst wieder frei werden, meinte Turney.

Ziel der Expedition war es, Messungen des Polarforschers Douglas Mawson zu wiederholen, der vor 100 Jahren in der Region war. Turney und andere Expeditionsteilnehmer betonten seitdem in zahlreichen Videobotschaften, dass die Stimmung an Bord gut ist. „Die antarktische Tierwelt zeigt sich von der besten Seite“, twitterte er mit einem Foto von Adeliepinguinen. „Alles wird gut, frohes neues Jahr!“

dpa

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