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Am Montag wird der Verunglückte über eine glatte Steilwand transportiert.

Gefährlicher Abschnitt

Rettung aus Höhle: Heute wird es kritisch

Berchtesgaden - Jetzt wird es kritisch: Am Montag beginnt die entscheidende Phase der Rettung des verunglückten Höhlenforschers aus der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden. Es gilt, Steilwände zu bezwingen.

Der Transport des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser aus der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden geht in eine entscheidende Etappe: Nach der Ruhepause am Biwak 4, das die Gruppe am Sonntag nach neun Stunden Transport erreicht hatte, beginnt am Montag der Aufstieg entlang glatter Steilwände, der durch Klettern bewältigt werden muss. Das Rettungsteam aus Einsatzkräften der Bergwacht sowie mehreren Ärzten muss dazu den Verletzten in seiner Trage an Seilzügen nach oben hieven - er ist unverändert stabil. Die Gegebenheiten in diesem Teil der Höhle sind besonders schwierig: An der Wand des ersten Abschnitts, der sogenannten „Großen Schräge“, läuft ein 200 Meter langer Wasserfall herab.

Die bisher schwierigste Etappe der Rettung wird deshalb Zeit brauchen. Bis die Gruppe am Biwak 3 in rund 700 Metern Tiefe ankommt, sollen nach Angaben der Bergwacht bis zu zwei Tage vergehen. Bislang hat es auf dem Transport des schwer verletzten Forschers keine Komplikationen gegeben: Die Rettung verlaufe noch immer nach Plan, sagte ein Sprecher der Bergwacht am Montagmorgen.

In der Nacht auf Montag sind 20 Retter aus Italien angereist. Weitere 25 Einsatzkräfte aus Kroatien, darunter ein Arzt, werden bis zum frühen Abend in Berchtesgaden erwartet. Sie sollen die Hilfskräfte vor Ort absichern und bei Bedarf unterstützen.

Der erfahrene Höhlengänger Westhauser, der am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie arbeitet, hatte durch einen Steinschlag in 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seit Freitag sind rund 100 Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern um seine Rettung aus der Höhle bemüht.

dpa

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