Ein Helikopter der Bergrettung fliegt bei bewölkten Bedingungen vor einem schneebedeckten Hang.
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Die italienische Bergrettung konnte einen verunglückten Wanderer nach über sieben Tagen lebend aus den Alpen bergen. (Symbolbild)

Sein Hund wich ihm nicht von der Seite

Bergwacht rettet vermissten Wanderer nach sieben Tagen - mit Laub und Landkarte vor der Kälte geschützt

  • Felix Durach
    vonFelix Durach
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In den italienischen Alpen konnte die Bergwacht einen verunglückten Wanderer retten, der sieben Tage lang ohne Schutz in der Wildnis ausgeharrt hatte.

Triest - Eine Geschichte wie aus einem Abenteuerfilm ereignete sich in der vergangenen Woche in den italienischen Alpen nahe der Grenze zu Slowenien. Dort konnte die italienische Bergwacht einen Wanderer aus Triest bergen, der sieben Tage alleine und quasi ohne Schutz in den Bergen ausgeharrt hatte.

Wanderer in den Alpen verunglückt - nur sein Hund leistete ihm Gesellschaft

Zusammen mit seinem Hund war der Italiener zu einer mehrtägigen Bergtour aufgebrochen, bei der er die Nächte in verschiedenen Berghütten verbringen wollte. Während dem Bergsteigen sei der Mann jedoch an einem Hang mehrere Meter in die Tiefe gestürzt und habe sich den Knöchel gebrochen, wie die italienische Bergwacht auf Facebook berichtete. Zwar hatte der Wanderer ein Handy bei sich, jedoch hatte das Gerät an der Absturzstelle keinen Empfang, weshalb dem Verunglückten nichts weiter übrig blieb, als auf seine Rettung zu warten.

Als der Mann nach mehreren Tagen nicht wie geplant wieder in Triest eingetroffen war, meldete seine Freundin ihn als vermisst und verständigte Polizei und Bergrettung. Die Frau konnte den Einsatzkräften noch den letzten bekannten Aufenthaltsort des Vermissten mitteilen, wodurch eine gezielte Suche möglich war.

Bergwacht rettet Wanderer nach sieben Tagen - mit Laub und Wanderkarte vor der Kälte geschützt

Als die Einsatzkräfte das Gebiet mit einem Helikopter überflogen, entdeckten sie zwischen den Bäumen eine Rettungsdecke, unter der sich der verunglückte Wanderer warmzuhalten versuchte. Als die Rettungskräfte bei dem Mann aus Triest angekommen waren, war er noch immer bei Bewusstsein. Der Wanderer hatte sich zusätzlich mit Laub und einer Wanderkarte zugedeckt, um sich gegen die Kälte zu schützen und hatte sich trotz verletztem Knöchel an einen Wasserlauf herangerollt, um an Trinkwasser zu gelangen. Auch sein Hund mit dem Namen „Ash“ war dem Mann nicht von der Seite gewichen.

Die Bergwacht konnte sowohl den Mann, als auch den Hund mithilfe einer Seilwinde bergen und zur Behandlung ins nächstgelegene Krankenhaus bringen. Der Wander-Ausflug nahm für beide nach sieben Tagen in den Bergen also doch noch ein glückliches Ende. (fd)

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