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Das Bild der italienischen Küstenwache zeigt den Rettungseinsatz.

Migranten auf Booten

Mehr als 1000 Flüchtlinge vor Lampedusa gerettet

Rom - Die italienische Küstenwache und mehrere Handelsschiffe sind am Sonntag vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa insgesamt zwölf Flüchtlingsbooten zu Hilfe gekommen.

Angaben der Küstenwache und Medienberichten zufolge befanden sich insgesamt bis zu 2000 Migranten auf den Booten. Hunderte Flüchtlinge von acht Booten wurden seit dem Morgen bereits in Sicherheit gebracht, ein Einsatz für weitere vier Boote war am Abend noch im Gange.

An dem Rettungseinsatz waren ein Flugzeug, vier Schnellboote der Küstenwache, zwei Schlepper, ein Patrouillenschiff der Finanzpolizei und ein Marineschiff beteiligt. Am Nachmittag ereignete sich nach Angaben des italienischen Verkehrsministeriums während des Einsatzes ein gefährlicher Zwischenfall: Als ein Schiff der italienischen Küstenwache einem der Schiffe zu Hilfe kam, näherte sich ein Schnellboot. Darauf seien vier mit Kalaschnikows bewaffnete Männer gewesen, die die italienischen Beamten dazu gezwungen hätten, ihnen das leere Flüchtlingsboot zu überlassen.

Bereits am Freitag waren die italienische Küstenwache und Frachtschiffe 600 Migranten zu Hilfe gekommen, die rund 90 Kilometer vor Libyen unterwegs waren. Vergangene Woche waren rund 330 afrikanische Flüchtlinge beim Untergang ihrer Schlauchboote ertrunken oder bei eisigem Wetter und schwerer See erfroren. Überlebende berichteten, sie seien am 7. Februar von einem Strand bei Tripolis in See gestochen. Die Schleuser hätten sie mit vorgehaltener Pistole gezwungen, auf die Boote zu gehen. Dieses jüngste Flüchtlingsunglück hat in Europa erneut Forderungen laut werden lassen, die im Herbst eingestellte Rettungsaktion Mare Nostrum der italienischen Marine wieder aufzunehmen.

AFP

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