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Hubschrauberabsturz in Italien

Er kam vom Einsatz im Skigebiet

Wieder Unglück in Italien - Rettungshubschrauber abgestürzt

L‘Aquila/Italien - Die Unglücksserie in Italien reißt nicht ab - nun verunglückt ein Rettungshubschrauber. Auch in Sachen „Lawinen-Unglück“ gibt es schlechte Nachrichten.

Die von Erdbeben, Lawinen und Unwettern getroffene Region in Mittelitalien hat ein weiteres Unglück heimgesucht. Ein Rettungshubschrauber mit mehreren Menschen an Bord stürzte in der Nähe eines Skigebiets in den Abruzzen ab. Keiner der sechs Insassen habe überlebt, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Zugleich wurden immer mehr Leichen aus dem Lawinenhotel am Gran-Sasso-Massiv geborgen. Bisher wurden 17 Tote in den Trümmern gefunden, 12 Menschen wurden noch vermisst, teilte die Präfektur in Pescara am Dienstag mit.

Der Hubschrauber sei in der Nähe des beliebten Skigebiets Campo Felice verunglückt, berichteten italienische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die Retter. Demnach waren sechs Menschen an Bord. Der Hubschrauber sei auf dem Rückweg von einem Einsatz in dem Skigebiet gewesen. Die Rettung sei wegen dichten Nebels schwierig. Ein Sprecher des Zivilschutzes sagte, es werde noch untersucht, was genau passiert sei und ob es Opfer gebe.

Seit Tagen suchen Erdbeben, Schneefälle und schlechtes Wetter die Region heim. Vergangenen Mittwoch hatte eine Lawine das Hotel Rigopiano in der Gemeinde Farindola verschüttet.

Eine Woche nach dem Unglück suchen die Retter noch immer Tag und Nacht nach möglichen Überlebenden. Allerdings schwand die Hoffnung, auch wenn die Einsatzkräfte am Montag drei Hundewelpen aus den Trümmern lebend gerettet hatten. „Wir werden nicht aufhören, bis wir sicher sind, dass keiner mehr (unter den Trümmern) ist“, sagte Luigi D'Angelo vom Zivilschutz.

In den Tagen nach dem Lawinenabgang konnten neun Überlebende aus dem Gebäude gezogen werden, darunter vier Kinder. Zwei Menschen hatten das Unglück überlebt, weil sie bei dem Lawinenabgang vor dem Hotel waren.

Die Staatsanwaltschaft in Pescara ermittelt gegen Unbekannt wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Unter anderem muss geklärt werden, ob der Rettungseinsatz nur schleppend anlief und ob Notrufe ignoriert wurden. Auch stellt sich die Frage, ob das Hotel an dem Steilhang nach den heftigen Schneefällen in der Region nicht schon vorher evakuiert werden hätte müssen, und ob beim Bau alles mit rechten Dingen zuging.

Drei Hundewelpen aus verschüttetem Berghotel geborgen

dpa

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