Wenn einem Retter der Kragen platzt

Sanitäter postet Schockfoto - aus purer Verzweiflung

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Baden-Württemberg - Rettungssanitäter Kay Müller aus Baden-Württemberg ist der Kragen geplatzt. Jetzt sprechen alle über ein Foto, das der Mann bei Facebook gepostet hat.

Das Foto des Retters zeigt einen Schockraum (OP für besonders schlimme Verletzungen) einer Notaufnahme im Klinikum. Auf der Trage und am Boden ist überall Blut zu sehen, der Anblick sorgt bei vielen Menschen für Entsetzen. Warum hat der Sanitäter so ein schlimmes Bild, das einen OP in Israel zeigt, veröffentlicht?

Deswegen hat der Sanitäter das Foto bei Facebook gepostet

Die Antwort gibt Kay Müller selbst: Er kritisiert die Menschen, die wegen Kleinigkeiten Notaufnahmen in ganz Deutschland belagern und so Ärzten, Schwestern und Rettungssanitätern das Leben erschweren: 

„Wenn mich mal wieder ein wartender Patient vor der Notaufnahme fragt, warum er hier seit zwei Stunde warten muss (10 min) (und ja das wird man gefragt, auch wenn man vom Rettungsdienst ist und nicht vom Krankenhaus.) WÜRDE ich gerne manchem dieses Bild zeigen. Ich bin sicher er hat Verständnis, dass sein eingerissener Zehnagel oder Schnupfen noch weitere seiner 3 Stunden warten kann. Das liebe Leute ist die Aufgabe einer Notaufnahme (Schockraum) nicht Euer seit 2 Tagen anhaltender verkackter Schnupfen, den schon längst der Hausarzt therapieren können.“ 

Unter seinem Post erhält Kay Müller riesigen Zuspruch. Viele Menschen sehen die Problematik, dass Patienten direkt in die Notaufnahme gehen, anstatt sich beim Haus- oder Facharzt einen Termin geben zu lassen, ähnlich.

Allerdings gibt es auch Kritik an dem Post des Retters. Alexandra Pitty Babaloo meint: „Wer über sowas lästert hat seinen Beruf verfehlt!“

Der Beitrag trifft den Nerv der User bei Facebook. In über 2000 Kommentaren diskutieren die Menschen über Sinn und Zweck einer Notaufnahme. Damit hat Kay Müller genau das erreicht, was er wollte: Mehr Aufmerksamkeit für ein sensibles Thema. 

mk

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