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Mindestens drei Menschen sind bei einem Bootsunglück auf dem Rhein im Elsass ums Leben gekommen. Die Suche nach einem vermissten Mädchen wurde am Samstag fortgesetzt (Bestmögliche Qualität).

Schlauchboot-Drama auf dem Rhein

Tragische Details: Verstorbener Rhein-Retter war der Bruder - Leiche von Vierjähriger entdeckt

Es sollte ein schöner Ausflug bei sonnigem Wetter werden: Mit einem Schlauchboot schippert eine kleine Reisegruppe über den Rhein - dann kentert das Boot. Aus dem Ausflug wird ein tödliches Drama.

Update vom 4. Juni 2019, 16.29 Uhr: Fünf Tage nach dem Schlauchboot-Unglück auf dem Rhein haben die französischen Behörden die Leiche der vermissten Vierjährigen gefunden. Das tote Mädchen wurde in der Nähe von Gerstheim auf der deutschen Flussseite entdeckt, wie die zuständige Präfektur am Dienstag mitteilte.

Damit kamen insgesamt vier Menschen bei dem Unglück ums Leben - neben der Vierjährigen auch ein sechs Jahre altes Mädchen aus Deutschland sowie zwei Erwachsene rumänischer Staatsbürgerschaft.

Tragische Details: Verstorbener Rhein-Retter war der Bruder

Update vom 1. Juni 2019, 10.12 Uhr: Zwei Tage nach dem Schlauchbootunglück mit drei Toten haben die deutsche und die französische Wasserschutzpolizei am Samstagmorgen die Suche nach einem vermissten Mädchen auf dem Rhein fortgesetzt. Wie eine Sprecherin der französischen Polizei am Samstag mitteilte, soll auch eine Drohne den Flussabschnitt ab Gerstheim abfliegen.

Die vermisste Vierjährige war am Vatertag mit ihrer Schwester (6), ihrem Onkel Florin (29) und einem weiteren, bisher unbekannten Mann, in ein Schlauchboot gestiegen, um den Rhein hinabzufahren. Das Boot kenterte, Onkel und Schwester des vermissten Mädchens starben, der Unbekannte konnte gerettet und schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Onkel des Mädchens starb, als er versuchte die Verunglückten zu retten. Bei seinem Sprung in den kalten Rhein erlitt Utu M. (27), Florins Bruder, einen Herzinfarkt und konnte nicht mehr gerettet werden. 

Wie ein Zeuge der Bild mitteilte, habe die Gruppe ihr Boot etwa 400 Meter vom Wehr entfernt ins Wasser gelassen. „Die zwei Männer saßen im Boot, die zwei Kinder standen. Keiner hatte eine Schwimmweste an.“ 

Seit 9 Uhr Samstagmorgen suchen die Einsatzkräfte laut der französischen Einsatzleitung zwischen dem Unglücksort im elsässischen Gerstheim und Straßburg nach dem Mädchen. 

Tragische Details: Verstorbener Rhein-Retter war der Bruder - Mädchen weiter vermisst

Update vom 31. Mai, 20.06 Uhr: Das Bootsunglück auf dem Rhein wird noch tragischer, denn es gibt neue Erkenntnisse über die Unfallopfer sowie den Unfallhergang. Ursprünglich bestand die Reisegruppe, die ihren freien Tag am Rhein verbringen wollte, aus fünf Personen: Utu M. (27), seinem Bruder Florin (29), einem weiteren erwachsenen Mann und den beiden Nichten von Utu M. und Florin. Laut Informationen der Bild entschieden sich Florin und der andere Erwachsene nach einem Picknick dazu, mit den zwei Mädchen im Schlauchboot auf den Rhein zu fahren - Utu M. fuhr nicht mit und blieb am Ufer zurück. 

Von dort aus soll der 27-Jährige dann beobachtet haben, wie das Boot mit seiner Familie immer unkontrollierter in der starken Strömung Richtung Wehr abtrieb. Daraufhin sprang er mit zwei weiteren Helfern ins Wasser, um seine Familie zu retten. Während die anderen beiden wieder unversehrt ans Ufer zurückkehren konnten, erlitt Utu M. im kalten Wasser des Rheins einen Herzinfarkt und musste selbst gerettet werden. Doch es war zu spät - der 27-Jährige verstarb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. 

Auch sein 29-jähriger Bruder Florin und eine seiner beiden Nichten (6) kamen bei dem Bootsunglück ums Leben. Die zweite Nichte wurde von den Wassermassen mitgerissen und wird seit Donnerstag vermisst. Am Freitag (31. Mai) suchten Einsatzkräfte weiter den Rhein nach ihr ab - bislang ohne Erfolg. Einzig der zweite Erwachsene aus dem Boot konnte gerettet werden und befindet sich seit Donnerstag (30. Mai) verletzt im Krankenhaus, wie die Bild berichtete.

Mindestens drei Tote bei Bootsunglück auf dem Rhein - Suche nach kleinem Mädchen fortgesetzt

Update vom 31. Mai, 9.30 Uhr: Nach dem Schlauchbootunglück auf dem Rhein mit drei Toten haben Rettungskräfte die Suche nach einem vermissten Mädchen fortgesetzt. Von Booten aus sollte das Rheinufer bis an den südlich Stadtrand von Straßburg abgesucht werden, ein Hubschrauber aus Deutschland sollte die Suche unterstützen, wie die französische Präfektur Bas-Rhin mitteilte. Im Einsatz sei auch ein Hubschrauber aus Deutschland. Die Suche wird von einer deutsch-französischen Einheit der Wasserschutzpolizei koordiniert.

Unsere Erstmeldung vom 30. Mai: Mindestens drei Tote bei Bootsunglück auf dem Rhein - kleines Mädchen weiterhin vermisst

Gerstheim - Tragisches Ende eines Feiertagsausflugs: Mindestens drei Menschen sind bei einem Bootsunglück auf dem Rhein im Elsass ums Leben gekommen - darunter ein sechsjähriges Mädchen und ein Helfer. Das Schlauchboot mit vier Menschen kenterte am Donnerstagnachmittag in der deutsch-französischen Grenzregion, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Ein weiteres Mädchen wurde noch vermisst.

Zu dem tragischen Unglück kam es nahe einer Schleuse bei der französischen Gemeinde Gerstheim, 30 Kilometer südlich von Straßburg. Insgesamt handelte sich nach Angaben der Präfektur um eine siebenköpfige Touristengruppe - darunter seien fünf Rumänen und zwei Deutsche. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den Todesopfern um Menschen aus Deutschland und Rumänien.

Bootsunglück auf dem Rhein: Sechsjährige stirbt im Krankenhaus

An Bord des Boots seien zwei Erwachsene und zwei Kinder gewesen, berichtete der Sender France 3. Das sechsjährige Mädchen sei noch mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus ins etwa 65 Kilometer entfernte Freiburg gebracht worden und dort gestorben. Ein weiteres Opfer sei schwer verletzt im Krankenhaus - aber nicht in Lebensgefahr.

Mehrere Menschen hätten versucht den Bootsinsassen zu helfen und seien selbst ins Wasser gesprungen, schrieb die Regionalzeitung „Dernières Nouvelles d'Alsace“. Einer von ihnen kam dabei selbst ums Leben. Ein 36-Jähriger und eine 37-Jährige seien unversehrt wieder an Land zurückgekehrt. Die Reisegruppe sei zuvor von Deutschland aus aufgebrochen.

Französische und deutsche Rettungskräfte sowie Taucher suchten nach dem vermissten Mädchen. Das Rheinufer wurde auf deutscher und französischer Seite abgesucht. Am Donnerstagabend wurde die Suche schließlich eingestellt. Sie soll nach Angaben der Präfektur am Freitagmorgen festgesetzt werden.

Am Mittwochabend kam es auch vor der berühmten Kulisse des Budapester Parlaments zu einer Tragödie auf dem Wasser. Ein Touristenschiff versank nach einer Kollision in der Donau. Der Kapitän des anderen Dampfers wurde inzwischen festgenommen.

In Lübeck nahe Hamburg wird auch ein 19-jähriger Mann vermisst und die Polizei hat einen schlimmen Verdacht bezüglich seines Verschwindens, wie nordbuzz.de* berichtet. In Scheeßel zwischen Hamburg und Bremen wird hingegen eine Frau vermisst. Auch das berichtet nordbuzz.de.

dpa/afp

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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