Rheinland-Pfalz gedenkt der Ramstein-Opfer

Mainz - Im pfälzischen Ramstein hat am Donnerstag eine Trauerfeier zum 20. Jahrestag der Flugschau-Katastrophe begonnen.

Mehr als 100 Angehörige und Hinterbliebene versammelten sich an einer Gedenkstätte vor dem US-Militärflugplatz, um den Opfern des Unglücks zu gedenken. "Der Schmerz bleibt ein Leben lang. Aber heute ist er besonders schlimm", sagte die Gründerin und Leiterin der Nachsorgegruppe der Ramstein-Betroffenen, Sybille Jatzko. Mit Tränen in den Augen hielten die Menschen schweigend an der Gedenktafel inne, die von Trauerkränzen gesäumt war. Bei dem Flugtag-Unglück vom 28. August 1988 starben 70 Menschen, rund 350 wurden schwer verletzt.

Nach dem Gedenken an der Tafel, auf der die Namen aller Toten angebracht sind, stand ein Besuch der Trauernden an der Absturzstelle auf dem US-Flugplatz Ramstein an. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wollten sie am Rollfeld um ihre Angehörigen und Freunde trauern, die sie genau vor 20 Jahren verloren.

Im Anschluss ist eine weitere Gedenkfeier auf dem US-Gelände vorgesehen, zu der neben US-Offizieren auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) erwartet wird. Ein ökumenischer Gottesdienst schließt den Gedenktag ab.

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