Rice widerspricht Hersh-Iran-Bericht

- Washington - Die designierte US-Außenministerin Condoleezza Rice (50) hat entschieden einem Bericht der Zeitschrift «New Yorker» widersprochen, dem zufolge die USA in Iran Angriffsziele ausspähten und einen Krieg vorbereiteten.

Der Beitrag des Starreporters Seymour Hersh sei durchsetzt mit Fehlern. «Der Artikel spiegelt nicht unsere Politik gegenüber Iran wieder oder unsere Erwartungen für eine Politik gegenüber Iran.»

Das sagte die derzeitige Sicherheitsberaterin des US-Präsidenten am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington vor dem auswärtigen Ausschuss des Senats. Es gebe auch keine Geheimabsprachen mit Pakistan wegen der angeblichen Iran- Aktivitäten, wie es Hersh behauptet hatte.

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush den Ton gegenüber Iran verschärft und einen Militärschlag nicht mehr ausgeschlossen. Er hoffe auf eine diplomatische Lösung des Atomstreits, schließe jedoch auch niemals eine andere Option aus, sagte Bush dem US-Nachrichtensender NBC.

«Ich werde niemals irgendeine Option vom Tisch nehmen», sagte der Präsident unmittelbar vor der Vereidigung für seine zweiten Amtszeit. Der Interviewer hatte den Präsidenten gefragt, ob er sich gegen eine militärische Aktion gegen Iran ausspreche, wenn Teheran die internationale Gemeinschaft weiterhin über die Existenz eines Atomwaffenprogramms im Unklaren lasse.

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