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Riesending-Schachthöhle

Höhlenforscher Johann Westhauser endlich oben

Berchtesgaden - Die dramatischen Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden ist abgeschlossen: Johann Westhauser ist endlich gerettet.

Der Höhlenforscher Johann Westhauser hat die Strapazen seiner langen Rettung aus den Tiefen der Berchtesgadener Alpen relativ gut überstanden. Der 52-Jährige sei „wohlbehalten in der Klinik eingetroffen“, sagte am Donnerstag Norbert Heiland, der Vorsitzende der Bergwacht Bayern. „Damit haben wir das wesentliche Ziel unserer Rettungsaktion erreicht.“

Am Mittag hatten Helfer den in der Riesending-Schachthöhle bei einem Steinschlag verletzten Forscher ans Tageslicht gebracht. Anschließend wurde er mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Am Pfingstsonntag war Westhauser bei dem Steinschlag in der Höhle schwer verletzt worden. Daraufhin war in den Berchtesgadener Alpen eine internationale Rettungsaktion angelaufen. Die Rettung sei zu Beginn als „schier unmöglich“ eingestuft worden, sagte Heiland. „In den vergangenen zwölf Tagen ist hier am Untersberg ein Kapitel alpiner Rettungsgeschichte geschrieben worden.“

Von einer „Mammutaufgabe“ sprach Einsatzleiter Klemens Reindl. 202 Retter seien allein in der Höhle im Einsatz gewesen. „Die haben dort geschuftet, die haben dort Höchstleistungen gebracht. Die Besten der Höhlenrettung in Europa waren hier versammelt“, betonte Reindl. Insgesamt seien 728 Rettungskräfte im Einsatz gewesen.

Höhlen-Drama: Neue Bilder der Rettungsaktion

Fotos: Höhlenforscher gerettet

dpa

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