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Der präparierte „Lonesome George“ in New York.

Präparierte Galapágos-Riesenschildkröte

„Lonesome George“ kehrt in seine Heimat zurück

New York/Quito - Als „Lonesome George“ 2012 gestorben ist, war der Aufschrei groß: Er soll die letzte Schildkröte seiner Unterart gewesen sein. Jetzt ist das präparierte Tier in seine Heimat zurückgekehrt.

An Bord einer Maschine der ecuadorianischen Luftwaffe ist die Galapágos-Riesenschildkröte „Lonesome George“ als Tier-Präparat in ihre Heimat zurückgekehrt. Wie das Umweltministerium des Landes mitteilte, wurde sie in einer mit der Flagge Ecuadors bedeckten Holzkiste per Linie von New York nach Guayaquil und dann vom Militär auf die Galapágos-Insel Santa Cruz geflogen. Dort wurde „Lonesome George“ feierlich begrüßt.

Nach ihrem Tod war die 75 Kilogramm schwere Pinta-Riesenschildkröte aufwendig präpariert und im Naturkundemuseum in New York ausgestellt worden. Der „Einsame George“ war am 24. Juni 2012 vermutlich an Herzversagen gestorben. Er soll rund 90 Jahre alt geworden und der letzte Vertreter seiner Unterart gewesen sein - deswegen der Name.

Riesenschildkröte „Lonesome George“

Auf den für ihre einmalige Artenvielfalt berühmten Inseln leben rund 45 000 bis 50 000 zum Teil weltweit einmalige Schildkröten. George war 1971 auf der Insel Pinta entdeckt worden. Für die weltweite Umwelt- und Artenschutzbewegung wurde er zur Ikone. Paarungsversuche mit Weibchen einer verwandten Unterart waren gescheitert.

Ecuadors Umweltminister Walter García dankte für die umfangreichen, mehrjährigen Präparierungsarbeiten. Ab kommender Woche soll George dauerhaft in Santa Cruz ausgestellt werden. „Die Galapagos-Inseln sind seine Heimat, die Bewohner hier seine Familie, seine Freunde.“

dpa

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