Ring von Buschfeuern bedroht Sydney

- Sydney - Schwere Buschbrände haben am Freitag Australiens Millionenmetropole Sydney bedroht und hunderte Feuerwehrleute in Alarm versetzt. Die rund 500 Einsatzkräfte hätten die Flammen im Norden, Süden und Westen der Hafenstadt aber bis zum späten Abend (Ortszeit) in Schach halten können, sagte der Feuerwehrchef des Bundesstaates New South Wales, Phil Koperberg. Evakuierungen stünden zunächst nicht bevor.

Die Feuerwehrleute wurden bei ihrem Kampf gegen die Flammen unter anderem von acht Löschflugzeugen unterstützt. Die Behörden vermuten Brandstifter hinter einigen Feuern. Koperbergs Worten zufolge konnte der bedrohlichste Brandherd im Ku-ring-gai Nationalpark nördlich von Sydney unter Kontrolle gebracht werden. Dennoch hätten die Flammen dort mehr als 1000 Hektar Land zerstört. Die Bewohner mehrerer Ortschaften vor den Toren von Australiens größter Stadt wurden trotz der Entspannung aufgerufen, Gartenschläuche und Eimer voll Wasser bereitzuhalten.

Bewohner zeigten sich gut gerüstet gegen die neuerliche Feuersbrunst. «Das Gras muss immer kurz geschnitten sein, Müll darf nicht herumliegen», sagte Elizabeth Barrett, Einwohnerin von Church Point, der australischen Nachrichtenagentur AAP. «Ein Glück, dass das Feuer noch nicht so nahe gerückt ist.»

Die australischen Behörden warnten Brandstifter derweil vor schweren Konsequenzen, da ihre Taten mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden können. «Wer damit zu tun hat, hat Dank der technischen Möglichkeiten und der Entschlossenheit der Polizei eine sehr gute Chance, ertappt zu werden», sagte Koperberg.

Die derzeitige Buschfeuersaison in Australien, die stets von September bis März dauert, ist im Vergleich zu den beiden vorangegangenen bislang glimpflich verlaufen. Während der Saison 2002/2003 waren bei verheerenden Bränden, die vor allem rund um die australische Hauptstadt Canberra wüteten, hingegen sieben Menschen getötet und rund 500 Häuser in Schutt und Asche gelegt worden. Rund drei Millionen Hektar Land wurden zu einem Raub der Flammen.


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