Folgen für Urlauber

Corona-Risikogebiet ab Samstag: RKI stuft beliebtes Urlaubs-Ziel neu ein - Portugal fast „risikofrei“

  • Richard Strobl
    vonRichard Strobl
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Das RKI hat seine Risikoliste für Urlaubsgebiete in Europa erneuert. Für deutsche Urlauber ergeben sich deshalb nun neue Regeln.

Berlin - Die Corona-Infektionszahlen steigen nicht nur in Deutschland. Auch in Kroatien hat sich die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder erhöht. Neben Mallorca war das kroatische Istrien zuletzt nicht als Risikogebiet für Urlauber eingestuft. Damit ist aber nach drei Wochen wieder Schluss. Das Robert-Koch-Institut stuft das beliebte Urlaubs-Land wieder als Risikogebiet ein. Dagegen stehen andere Regionen nun nicht mehr auf der Liste.

RKI stuft Istrien und Kroatien als Corona-Risikogebiet ein

Schon ab Samstag gelten Kroatien und auch die bei Deutschen besonders beliebte Urlaubsregion Istrien wieder als Corona*-Risikogebiete. Das gab das RKI am Donnerstag bekannt. Für Urlaubs-Rückkehrer bedeutet dies: Wer nach Deutschland einreist, muss nun wieder für zehn Tage in Quarantäne. Nach fünf Tagen kann man sich jedoch mit einem zweiten negativen Corona-Test befreien. Der erste Test muss spätestens 48 Stunden nach der Einreise gemacht werden.

Erst am 7. März war die Halbinsel Istrien als eines von ganz wenigen Urlaubsgebieten in Europa von der RKI-Liste gestrichen worden. Jetzt wurde aber der Grenzwert wieder überschritten: Als Risikogebiet werden generell Länder und Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz*) eingestuft. Es ist die niedrigste von drei Risikokategorien des RKI. Neu in dieser Kategorie ist ab Samstag auch die spanische Region Rioja.

Corona-Risikogebiet: RKI streicht andere Regionen von der Liste

In die mittlere Risikokategorie werden Länder mit einer Inzidenz von mehr als 200 eingestuft. Dazu zählen ab Sonntag auch Peru und Chile in Südamerika. In der höchsten Risikokategorie mit den Gebieten, in denen besonders gefährlichen Virusvarianten stark verbreitet sind (Virusvariantengebiete), steht am Samstag keine Veränderung an.

Ganz von der Risikoliste gestrichen werden zwei Regionen in Irland und Finnland sowie die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Damit ist das ganze portugiesische Festland „risikofrei“. Nur die Ferieninsel Madeira im Atlantik gilt noch als Risikogebiet.

Portugal mit seinen rund 10,3 Millionen Einwohnern hatte im Januar bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Infektionszahlen weltweit. Der seither herrschende strenge Lockdown hat sich aber ausgezahlt. Nach den aktuellsten Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC liegt die 14-Tage-Inzidenz inzwischen nur noch bei 60, dem niedrigsten Wert in der gesamten Europäischen Union. Im Januar hatte dieser Wert noch bei über 1600 gelegen.

Für deutsche Touristen macht die neue Einstufung keinen Unterschied. Sie dürfen nach Angaben des portugiesischen Fremdenverkehrsamtes Visit Portugal derzeit nicht einreisen. Das sei mit einem neuen Dekret vom 28. März festgelegt worden, das am Donnerstag in Kraft trat und zunächst bis zum 15. April gilt.

Eine andere Urlaubs-Insel startet nun eine Tourismus-Offensive. (dpa/rjs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Grgo Jelavic/dpa

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