+
Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

Röttgen: Laufzeitverlängerung für alte Kraftwerke rückgängig machen

Berlin - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) plädiert dafür, die Laufzeitverlängerung für ältere Kraftwerke rückgängig zu machen.

Lesen Sie auch:

Atommoratorium: Zweifel an Rechtmäßigkeit

“Wenn's nach mir ginge, müssten wir schneller als beschlossen aus der Kernenergie aussteigen“, sagte Röttgen dem Magazin “Stern“. “Für die älteren Werke gäbe es keine Laufzeitverlängerung. Über die neuen muss man reden“, fügte er hinzu. Röttgen rechnet mit einer weiteren Nutzung der Atomkraft von einem bis eineinhalb Jahrzehnten. Damit nähert er sich den ursprünglichen Ausstiegsplänen von Rot-Grün an, in denen ursprünglich vorgesehen war, das letzte Kraftwerk um das Jahr 2022 abzuschalten.

Diese deutschen AKWs müssen sofort vom Netz

Diese deutschen AKWs müssen sofort vom Netz

Alle aktuellen Infos zur Lage in Japan im Live-Ticker

Auch plädierte Röttgen für strenge Sicherheitsauflagen. “Weil wir morgen nicht aussteigen können und sicher noch 10 bis 15 Jahre Kernenergie haben werden, muss zwingend alles in die Sicherheit investiert werden, aber auch alles. Und zwar bis zum letzten Tag“, sagte er. Die Katastrophe im japanischen AKW Fukushima habe gezeigt, “dass sich auch ein klitzekleines Restrisiko realisieren kann“, sagte der Umweltminister.

Jedes AKW werde in den kommenden Monaten überprüft. “Gibt es Risiken, die wir nicht tragen wollen, muss es vom Netz“, machte Röttgen deutlich.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

Er appellierte an die Energiekonzerne, zu kooperieren. “Fürs Geldverdienen braucht man in einer demokratischen Gesellschaft Akzeptanz. Wer mit Kernenergie auch in Zukunft Geld verdienen möchte, muss diese Akzeptanz gewinnen“, sagte er. Röttgen fügte außerdem hinzu: “Laufzeiten regelt der Gesetzgeber. Wir haben ein Gesetz beschlossen. Gesetze sind änderbar.“

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hai-Alarm auf Mallorca
Palma (dpa) - Hai-Alarm auf Deutschlands Urlaubsinsel Nummer eins: Ein Blauhai vor Mallorca hat am Wochenende Angst und Schrecken unter Badegästen verbreitet. Er tauchte …
Hai-Alarm auf Mallorca
Badegäste in Angst: Hai-Alarm auf Mallorca
Mit einem Schrecken kamen zahlreiche Badegäste auf Mallorca davon. Der Grund: Ein zwei Meter langer Hai schwamm im seichten Wasser ganz dicht an ihnen vorbei. 
Badegäste in Angst: Hai-Alarm auf Mallorca
Lkw überrollt Frau - sie überlebt schwer verletzt
Um ein Warndreieck aufzustellen und damit ihr Auto zu sichern, stieg eine Frau auf der A14 aus ihrem Auto. Dabei wurde sie von einem heranfahrenden Lastwagen erfasst.
Lkw überrollt Frau - sie überlebt schwer verletzt
Dutzende gefährliche Hochhäuser in Großbritannien entdeckt
In London müssen Tausende Menschen wegen Brandschutz-Mängeln ihre Wohnungen verlassen. Darum gibt es viel Ärger. Experten finden immer mehr riskante Hochhäuser im Land.
Dutzende gefährliche Hochhäuser in Großbritannien entdeckt

Kommentare