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Auch dieser Phantom II Continental ist in der Rolls-Royce-Ausstellung in München zu sehen.

Rolls-Royce-Ausstellung „Strive for Perfection“ – Legenden des Luxus

Seit 110 Jahren sind die Autos mit dem Doppel-R auf dem Kühler ein Synonym für Luxus, Beständigkeit und Stil. In der Rolls-Royce-Ausstellung „Strive for Perfection“ im Münchner BMW Museum sind jetzt einige der berühmtesten Modelle zu sehen. Den Bildband zur Schau präsentiert der Hirmer Verlag.

Das Streben nach Perfektion

Königshäuser, Industriemagnaten und Milliardäre gehören seit 1904 zum elitären Kundenkreis des britischen Autoherstellers Rolls-Royce. Kein anderes Fahrzeug umgibt ein ähnlicher Mythos wie die Luxuskarossen mit der geflügelten Frauengestalt „Spirit of Ecstasy“ auf dem Kühler. Die Wagen sind nicht nur luxuriös, sondern gelten auch als Inbegriff des stilvollen Auftritts, des guten Geschmacks und der höchsten Stufe der Ingenieurskunst. Modellbezeichnungen wie Phantom, Ghost, Wraith oder Shadow zaubern Autoliebhabern auf der ganzen Welt ein Lächeln auf die Lippen.

„Strebe in allem, was du tust, nach Perfektion“, lautete die Maxime des Gründers Sir Henry Royce. Der Leitspruch des Traditionsunternehmens, das seit 1998 zum BMW-Konzern gehört, gilt bis heute. Doch nicht nur die hochentwickelte Technik und der Luxus machen die Marke Rolls-Royce so besonders. Es sind auch die Liebe zum Detail und die Lust an der Perfektion, die den exklusiven Kundenkreis überzeugen. Hier ist der Kunde König – oft nicht nur im übertragenen Sinn.

Einzigartigkeit als Serienausstattung

So etwas Profanes wie eine „Serienausstattung“ gibt es bei dem britischen Hersteller nicht. Der Käufer kann aus den nobelsten Hölzern, den edelsten Stoffen und dem feinsten Leder auswählen und sich jede technische Spielerei einbauen lassen, die er möchte. So wird jedes Fahrzeug ein Einzelstück.

Dazu kommen die hochwertige Verarbeitung und Motoren, deren Leistung der Hersteller in der Regel mit „ausreichend“ angibt. Mit typisch britischem Understatement werden so Motoren umschrieben, die nicht selten mehr als sechs Liter Hubraum haben. So ist ein Rolls-Royce jederzeit in der Lage vorwärts zu preschen, aber auch elegant ohne Schaltvorgang dahinzugleiten. Ein solcher Motor lässt den Fahrer entspannt einsteigen – und macht Freude. Um diese Freude lange Zeit genießen zu können, hegen und pflegen die Besitzer ihre Wagen entsprechend. Das trägt dazu bei, dass noch heute rund 90 Prozent aller je gebauten Rolls-Royce-Wagen existieren.

Rolls-Royce-Ausstellung in München

Die Rolls-Royce-Ausstellung „Strive for Perfection“ in München trägt dem besonderen Ruf und den Ansprüchen des Unternehmens Rechnung. Hier werden auf mehr als 1.000 Quadratmetern einige der schönsten Autos des wohl berühmtesten Fahrzeugherstellers der Welt gezeigt, darunter Exemplare aus den Modellreihen Silver Ghost, Phantom I oder Phantom Coupé. Die Schau dokumentiert das Qualitätsbewusstsein und die hohen Ansprüche, die Rolls-Royce an sich selbst stellt. Die Macher haben außerdem Texte, Bilder und Belege von 1904 bis heute zusammengetragen.

Katalog auf Spezialpapier

Den bildgewaltigen Katalog zur Ausstellung hat der Hirmer Verlag unter dem Titel „Motor Cars“ gestaltet, der dem Ideal von Rolls-Royce – der Perfektion – sehr nahe kommt. Der bekannte Fotograf Johannes Riedel, ein erklärter Liebhaber der britischen Nobelmarke, setzt die gepflegten Automobile gekonnt in Szene: Mit exakt abgestimmter Beleuchtung hebt er die Formen und Farben der Wagen vor schwarzem Hintergrund hervor. So wirken sie mehr wie Kunstwerke denn wie Autos.

Um die beeindruckenden Bilder angemessen zu präsentieren, hat der Verlag darum sogar auf Spezialpapier zurückgegriffen. So kommen die stimmungsvollen Großaufnahmen und die Fotografien feiner Details noch besser zur Geltung. Darüber hinaus erklären ausgewiesene Kenner und Experten mit spannenden Artikeln die Technik und die Geschichte von Rolls-Royce.

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